Hamburg: Versteckte Kunst

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Das Kunstwerk nehmen und dorthin umsetzen, wo es jeder sehen kann: Wolfgang von der Burg findet, dass „Dialog“ zu versteckt stehtFoto: Nowatzky

Fuhlsbüttel: Das Rätsel der zwei Granitstelen

Hamburg. Am liebsten würde Wolfgang von der Burg die beiden roten Granitstelen einfach nehmen und umsetzen. „Schade, dass das Kunstwerk hier so versteckt steht“, fand der 73-jährige schon seit langem. Die 6,60 Meter hohen Säulen stehen seit 1998 hier zwischen den Wohnhäusern am Maienweg 233 und 235, direkt am Zaun der Justizvollzugsanstalt. Der Rentner vermutete zunächst einen Bezug zur Gedenkstätte KZ Fuhlsbüttel im ehemaligen Torhaus. Die Sache ließ ihm keine Ruhe. So wandte er sich ans Wochenblatt.

Kunst am Bau

Doch beiden roten Granitstehlen sind ein Werk des Hamburger Bildhauers Jörg Plickat. Der hatte die Skulptur „Dialog“ für die Karl Danger Wohnungsbaugesellschaft und die Wohnungsbaugenossenschaft von 1902 als „Kunst am Bau“ gefertigt. Der Standort wurde bewusst gewählt: „Dialog steht für das ‚Wohnen in Nachbarschaft mit der JVA‘“, so Plickat. Deshalb stehe das Werk auf den Grundstücksgrenzen, ergänzt Christian Danger, dessen Vater damals den ihm bekannten Künstler beauftragt hatte.
Eine Umsetzung des Werkes kommt nicht in Frage. „Dialog ist damals mit einem 90-Tonnen-Kran aufgestellt worden. Zusammen mit dem Fundament ist das nicht mehr mobil“, so Danger. Aber seit der Nachfrage des Wochenblattes denken die Stifter jetzt an eine erklärende Plakette am Kunstwerk. (now)
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