Hamburg: Wer soll Pastor werden?

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Die St. Lukas Kirche in Fuhlsbüttel wurde im vergangenen Jahr durch Querelen zwischen Pastor und Gemeinderat erschüttert Foto: Jörg Nitzsche

Beauftragtengremium arbeitet ehrenamtlich für Gemeinde

Hamburg. „Bei uns tut sich etwas“, da sind sich Claudia Scherf und Ortrud Celik vom Beauftragtengremium (BAG) der Gemeinde St. Lukas einig. „Nicht nur, dass sich neue, oft auch jüngere Menschen aktiv in die Gemeindearbeit einbringen – insgesamt spüren wir ein Aufbruch-Klima, das uns für die Zukunft optimistisch stimmt.“
Das vergangene Jahr war nicht leicht für die Gemeinde. Nach dem überraschenden Weggang des erst wenige Monate zuvor in sein Amt eingeführten Pastors Michael Kempkes taten sich Risse auf. Diese führten dazu, dass der Kirchenkreisrat die Leitung der Gemeinde in die Hände eines fünfköpfigen Beauftragtengremiums legte (BAG, das Wochenblatt berichtete).
Neben dem zu absolvierenden „Tagesgeschäft“ hat das BAG drei Aufgaben, die nun aktiv angegangen werden. Dazu möchte das BAG eine Vielzahl von Gemeindemitgliedern einbinden.
Zum einen geht es um die Neubesetzung der vertretungsweise besetzten Pastorenstelle. Derzeit wird mit Hochdruck an der Frage, wer in den nächsten zehn Jahren für die rund 3.300 evangelischen Christen von St. Lukas die seelsorgliche Verantwortung trägt und vielleicht auch das markante Pastorat mit bewohnt, gearbeitet. Die wichtigste Aussage: Wenn alles optimal läuft, könnte in der St. Lukas-Gemeinde bereits im August die Pastorenstelle wieder besetzt sein. Nachdem Angelika Michelly als Diakonin aus dem Dienst der Gemeinde ausgeschieden ist, gilt es, auch diese wichtige Position neu zu besetzten.
Drittens muss satzungsgemäß das BAG durch einen gewählten Kirchengemeinderat abgelöst werden. Diese Wahl ist für Dezember geplant. Schon heute gilt es, Gemeindemitglieder für eine Kandidatur zu interessieren. „Ein Ehrenamt“, so Vertretungs-Pastorin und BAG-Mitglied Susanne Lehmann-Fahrenkrug, „soll gerne ausgeführt werden und kein Vollzeitjob sein.“ Mit anderen Worten: Ziel ist es, in St. Lukas die Mitarbeit von Ehrenamtlichen so anzulegen, dass möglichst viele Schultern die verschiedenen Aufgaben auffangen und mitgestalten. Beispielhaft ist die Gemeindebriefredaktion: Neun Mitarbeiter spiegeln aus ihrer Sicht Leben in und um St. Lukas wider. Im Kirchengemeinderat und in den anderen Gremien der Gemeinde sind der Zahl der Mitwirkenden satzungsgemäß Grenzen gesetzt. (fjk)
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