Hamburger Bezirk vergibt Kulturpreis an die Kunstklinik

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Geehrt: Iris Ohde (v.l., Kulturhaus Eppendorf), Rika Tjakea (Martinierleben), Irene Varlemann (crazyartists)
Hamburg. Die Kunstklinik Bethanien hat in diesem Jahr den Kulturpreis des Bezirks Nord bekommen. Am vergangenen Mittwoch überreichten Dagmar Wiedemann, Vorsitzende der Bezirksversammlung, und Bezirksamtsleiter Harald Rösler die mit 2000 Euro dotierte Auszeichnung im Planetarium.
Die Kunstklinik Bethanien ist ein Projekt des Kulturhaus Eppendorf mit den Vereinen crazyartists und Martinierleben. Im Juni 2013 war das leer stehende Krankenhaus Bethanien an der Martinistraße in Eppendorf für ein Wochenende in eine große Galerie verwandelt worden. 80 Hamburger Künstlerinnen und Künstler stellten ihre Werke aus und setzten die verlassenen Räume ganz neu in Szene. In der ehemaligen Großküche und im Bewegungsbad gab es Lesungen, Theater und Musik. Das Projekt brachte unterschiedliche Menschen öffentlich zusammen, sorgte für den Abbau von Vorurteilen und stand für den Zusammenhang von Kunst, Gesundheit und Kommunikation, unwichtig, ob man jung, alt, behindert oder nichtbehindert ist. Die Aktion hatte mehr als 2.000 Besucher angezogen.
Christopher Seyd, Leiter der Jugendmusikschule Hamburg und der Sprecher der Preis-Jury:
„Die Kunstklinik Bethanien ist gerade deshalb ein Beispiel für gelungene Inklusion, weil es nicht in erster Linie darum ging. Sie hat Künstler und Besucher - ob mit oder ohne handicaps - gleichberechtigt auf der Ebene der Kunst und Kultur zusammengebracht.“ Der Kulturpreis wurde erstmals 2004 verliehen. Das Preisgeld wird von der Sparda-Bank gestiftet. (wb)

Nach dem großen Erfolg der Kunstklinik wird die Aktion am 24./25 Mai
wiederholt. Das Programm: kunstklinik-martini44.de
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