„Heidberg hilft“ Menschen in Not

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Die Arbeitsgruppe „Heidberg hilft“ hat für den Benefiz-Abend am 12. Juni ein attraktives Programm zusammengestellt. Von links: Christoph Lindhorst, Angela Wagner, Daniel Nachtsheim, Initiator Hendrik Stammermann, Griet Bohlens, Louisa Hadadi, Frank Schnitzler, Niklas Filhol, Gabriel Weiß, Franc Bartelt, Anne Balk, Karsten Ohls und Schulleiterin Simone Krohn-Fröschle. Foto: Biehl

Benefiz-Abend des Gymnasiums

Von Bert C. Biehl
Langenhorn. Ein stilisiertes Herz, geformt aus zwei Händen, die sich fassen – an diesem Logo ist die neue Aktion „Heidberg hilft“ künftig zu erkennen. Schüler, Eltern und Lehrer wollen damit ausdrücken, dass ihnen die Unterstützung Not Leidender sowie sozialer und wohltätiger Zwecke ein Herzensanliegen ist. Erstmals zum Einsatz kommt das Markenzeichen im Zusammenhang mit einem großen Benefiz-Abend zugunsten des Hamburger Kinder-Hospizes „Sternenbrücke“. Am kommenden Dienstag, 12. Juni, wird in der Aula des Gymnasiums an der Fritz-Schumacher-Allee 200 ein abwechslungsreiches Programm geboten. Sämtliche Einnahmen kommen der „Sternenbrücke“ zugute. Spendenbescheinigungen kann der Schulverein ausstellen. Initiator und Projektleiter von „Heidberg hilft“ ist Hendrik Stammermann, Lehrer für Deutsch und Englisch. Er hatte im vergangenen Jahr nach der Erdbeben-, Tsunami- und Reaktor-Katastrophe in Japan spontan im Alleingang die erste Benefiz-Aktion aus dem Boden gestampft. Mit Erfolg: „Es kamen 1600 Euro zusammen, die wir einem Kinderheim nahe Fukushima gespendet haben“, sagt der Pädagoge. Das Ergebnis spornte an: Künftig solle die Aktion „Heidberg hilft“ jährlich stattfinden. Mittlerweile hat der Lehrer eine engagierte Arbeitsgruppe aus Kollegen, Schülern und Eltern um sich geschart. Seit Februar feilen die Aktiven am Programm. Die Besucher können sich auf Live-Musik, gespielte Szenen, Vorträge und Informationen zum Thema Palliativmedizin und Hospizarbeit freuen. Höhepunkt des Abends ist eine Debatte mit Teilnehmern des Wettbewerbs „Jugend debattiert“, dessen Hamburger Landessieger, der Heidberg-Abiturient Marvin Serra
Glinski, am 23. Juni zum Bundesfinale in Berlin antritt. Die Debatte, die nach festen Regeln abläuft, steht unter dem Motto „Sollten Hospize grundsätzlich in Wohngebieten eingerichtet werden?“ Aktueller Hintergrund: In Harburg protestieren Anwohner gegen ein geplantes Hospiz, weil sie einen Wertverlust ihrer Grundstücke befürchten.
Auch das Kinderhospiz „Sternenbrücke“, das 2003 seine Arbeit aufgenommen hatte, war in seiner vornehmen Rissener Nachbarschaft zunächst nicht sehr willkommen. Mittlerweile stellt niemand mehr die Einrichtung, die sich um todkranke Kinder und junge Erwachsene bis zum 27. Lebensjahr kümmert, in Frage. Der jährliche Spendenbedarf liege bei 1,7 Millionen Euro, teilte das Haus mit. Dort herrscht große Begeisterung: „Wir freuen uns sehr, dass das Gymnasium Heidberg am 12. Juni eine Spendenaktion zu unseren Gunsten veranstaltet“, sagt Tatjana Schrum, Geschäftsleitung Kommunikation und Hausmanagement. Das Besondere an dem wunderbaren Projekt „Heidberg hilft ...“ sei, dass sich junge Menschen so intensiv mit dem Thema Kinderhospizarbeit auseinandersetzten. „Es ist beeindruckend, was für ein vielseitiges Programm die Schüler, Lehrer und Eltern zusammengestellt haben. Wir sind gerührt und freuen uns auf den Benefizabend“, so Schrum. Zusätzlich wollen die Heidberger in den kommenden Tagen mit verplombten Spendendosen am Langenhorner Markt sammeln. (bcb)
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