„Hoher Besuch“ am Set

Anzeige
Bürgermeister Olaf Scholz im Kreis der Schauspieler von „Notruf Hafenkante“. Die ZDF-Serie wird teils am Lademannbogen in Hummelsbüttel gedreht. Foto: Biehl
 
Rhea Harder (vorne li.) erläutert Bürgermeister Olaf Scholz (vorne re.) den Alltag am Set. Foto: Biehl

Bürgermeister Olaf Scholz auf Stippvisite in der „Hafenkante“

Von Bert C. Biehl
Hummelsbüttel/Langenhorn. Mitspielen wollte er diesmal nicht, aber „die Serie gefällt mir. Sie vermittelt einen tollen Eindruck von Hamburg und macht ordentlich Tempo.“ Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz ist sichtlich zufrieden mit einem Dauerbrenner, der seit dem 4. Januar 2007 einmal wöchentlich im ZDF läuft. Mit der Serie „Notruf Hafenkante“ bringen die sonst eher alpin orientierten Fernsehmacher vom Mainzer Lerchenberg typisches Hamburg-Flair auf die Mattscheibe – und das wird, was kaum jemand weiß, zu einem guten Teil im Hummelsbütteler Lademannbogen gefilmt. Hier hat das Studio Hamburg eine Lagerhalle für die Innenaufnahmen der kombinierten Polizei- und Klinik-Serie angemietet. Wurden anfangs für die Krankenhaus-Szenen noch Räume des aufgegebenen Teils des AK Ochsenzoll genutzt, entstanden mittlerweile am Lademannbogen Wand an Wand der Wachraum des fiktiven Polizeikommissariats sowie Empfang, Patientenzimmer und OP des „Elbkrankenhauses“. An zirka zehn Tagen pro Monat wird in diesen Kulissen gedreht, parken draußen Catering-, Masken- und Technik-Lkw.
Am vergangenen Donnerstag kamen zwei panzerverglaste Mercedes-Limousinen hinzu - „hoher Besuch“ am Set: Studio-Hamburg-Geschäftsführer Michael Lehmann hatte Olaf Scholz eingeladen, „weil Medienstandort-Politik eines seiner Hauptthemen ist“. Nur knapp die Dauer einer „Hafenkanten“-Folge hatte der Bürgermeister Zeit, nach 45 Minuten war Schluss mit dem „Staatsbesuch“. Doch der war der Filmcrew so wichtig, dass alle zwölf Schauspieler erschienen und entsprechend ihrer Rolle kostümiert waren – auch wenn zehn von ihnen an jenem Tag drehfrei hatten.

Bürgermeister plaudert mit den Mimen

Scholz, der immerhin einen Gastauftritt bei „Dittsche“ vorweisen kann, plauderte zwanglos über den Arbeitsalltag der Mimen, und die gaben ein paar Anekdoten zum Besten. „Wie oft wird wiederholt?“, fragte der gelernte Rechtsanwalt.
Rhea Harder, Serien-Darling und „Polizistin“ der ersten Stunde (alias Obermeisterin Franzi Jung) antwortete unter dem Gelächter der Kollegen: „Das wollen Sie gar nicht wissen.“ Ihr persönlicher Rekord seien 22 „Klappen“, also Wiederholungen derselben Szene, gewesen, „und jede musste so wirken, als hätte man sie noch nie gespielt.“ Schauspieler Fabian Harloff (ebenfalls von Beginn an als Notarzt Dr. Philipp Haase dabei) wusste zu berichten, wie heiß es unter seiner roten Notarzt-Weste werden könne – die grellen Studioscheinwerfer setzen dem 42-Jährigen mächtig zu. Scholz nutzte auch die Gelegenheit, kurz bei den nebenan laufenden Dreharbeiten zuzuschauen – hier lag ein kleiner Junge im „Krankenbett“.
Diese 162. Folge der siebten Serienstaffel werde vermutlich im September oder Oktober ausgestrahlt, so Produktionsleiter Markus Kreuz. Wie üblich an einem Donnerstag um 19.25 Uhr im ZDF. „Notruf Hafenkante“ sei mittlerweile eine „Marke des ZDF“ geworden, freut sich Geschäftsführer Michael Lehmann. Die Folgen kämen im Schnitt auf 13 bis 14 Prozent Marktanteil – „das ist über dem Durchschnitt der sonstigen ZDF-Sendungen.“ Die leicht verdaulichen Storys aus Berufsalltag und Privatleben von Helfern, Opfern und Gaunern kommen inzwischen so gut an, dass die Staffeln unter anderem nach Spanien, Frankreich und Italien verkauft werden konnten, so Lehmann. (bcb)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige