Jubiläums-Empfang

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Helge Martens – seit 25 Jahren Pastor der Ansgar-Gemeinde; seit 25 Jahren Prediger auf dieser Kanzel. Foto: Krause

Ansgar-Gemeinde feiert mit Pastor Helge Martens

Von Franz-Josef Krause
Langenhorn. Die Zeit vor Weihnachten, die Zeit der Erwartung, ist seit jeher auch die Zeit der Fragen. Ganz profane, wie „was mag ich wohl für ein Geschenk bekommen“? oder ganz essentielle Fragen, wie sie der Evangelist Matthäus berichtet: Im Gefängnis hörte Johannes von den Taten des Messias. Er schickte seine Jünger zu Jesus und fragte ihn: „Bist du es, der da kommen soll, oder müssen wir auf einen anderen warten?“ Viele Mitglieder der Ansgar Gemeinde stellten sich am 16. Dezember 1987 eine ganz ähnliche Frage wie bei Matthäus der Johannes: „Wie ist der, der da kommt – und wer ist der neue Pastor, der heute seinen Dienst in Langenhorn antritt?“ Auf jeden Fall nahm der ‚Neue‘ in seiner ersten Predigt als Pastor der Gemeinde an der Langenhorner Chaussee die Frage des Johannes auf und entwickelte sie weiter.
Nach 25 Jahren Dienst in Langenhorn ist Helge Martens dort weit über seine Gemeinde hinaus bekannt. Deshalb ist die Frage, ‚wie‘ Martens ist, für viele im Stadtteil beantwortet. Wer er ist, sagen einige biografische Daten aus: 1957 in Hamburg geboren. Abitur in Ahrensburg. Studium der evangelischen Theologie in Hamburg und Tübingen. 1981–1982 Auslandsvikariat in Bogotá, Kolumbien. 1982 - 1985 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Neutestamentlichen Seminar an der Universität Hamburg. 1985 – 1987 Vikariat in Hamburg-Othmarschen.
Seit dem 16.12.1987 Pastor in der Kirchengemeinde Ansgar. 2000–2006 Ausbildung zum Systemischen Therapeuten und Berater. Er gibt am Heidberg-Gymnasium Religionsunterricht, ist Gründer und Regisseur des „ansgar-theaters“ sowie Vorsitzender des Vereins Ev. Kindertagesheim Silberpappelstieg. Die Jugend, die Ökumene liegen ihm am Herzen.
Ist es für eine Gemeinde, für einen Pastor eigentlich gut, so lange beieinander zu bleiben? „Ja und nein“, sagt Helge Martens. „Vorteilhaft ist es, durch ein so langes Miteinander vielfältige Verbindungen aufbauen zu können. Ich habe Kinder getauft, konfirmiert und getraut. Ich habe deren Kinder getauft und durfte vertrauten Menschen in schwierigen Lebenssituationen zur Seite stehen.“ Martens räumt aber auch ein: „Natürlich hat ein Wechsel durchaus für die Gemeinde und den Pastor positive Seiten. Neue Herausforderungen setzen neue Kreativität frei – auf beiden Seiten.“ Deshalb macht er keinen Hehl daraus, sich in der Vergangenheit durchaus auch für neue Aufgabenstellungen interessiert zu haben. Wenn Martens an seinem Jubiläumstag genau wie vor 25 Jahren in der Predigt die Frage Johannes des Täufers aufgreift, dann wird er möglicherweise zu anderen Sichtweisen wie 1987 kommen. „Eine Predigt zu erarbeiten zwingt dazu, mich mit dem biblischen Text jedes Mal neu auseinanderzusetzen“, sagt er „Nur so kann ich den Text authentisch auslegen.“ Die Ansgar-Gemeinde ist eingeladen, mit dem Jubilar, Propst Johann Hinrich Claussen und Gästen ins Gespräch zu kommen. (fjk)

Sonntag, 16. Dezember, 10 Uhr Adventsgottesdienst mit der Kantorei in der Ansgar-Kirche, Langenhorner Chaussee. Danach lädt der Kirchengemeinderat zum Empfang
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