Junge Themen im Blick

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Magdalena Meder hofft auf hohe Wahlbeteiligung der zwölf- bis 19-jährigen Schüler in NorderstedtFoto Nowatzky

Kinder- und Jugendbeirat für Norderstedt wird gewählt

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt. Eine graue Wahlurne wandert durch die weiterführenden Schulen von Norderstedt. Bis zum 25. März dürfen Schüler zwischen zwölf und 19 Jahren ihre Vertretung im Norderstedter Rathaus wählen. Die 16-jährige Magdalena Müller steht auch wieder auf dem Stimmzettel. Die derzeitige Vorsitzende des Kinder und Jugend Beirates KJB ist seit zwei Jahren Mitglied und freut sich schon auf die nächste Amtsperiode. „19 Bewerber gibt es, davon sechs aus dem jetzigen Beirat“, erzählt die Schülerin des Gymnasiums Harksheide. Die meisten der 14- bis 17-jährigen Bewerber kommen von den Gymnasien. Dass die anderen Schulformen weniger vertreten sind, findet die Vorsitzende schade: „Wir sind dazu da, die Interessen aller Jugendlichen durchzubringen“, macht die Oberstufenschülerin klar.
Erste Treffen des künftigen Beirates hat es schon gegeben und auch erste Themen haben Amtsinhaber und Kandidaten miteinander besprochen. Vergleichbar mit der Aktionswoche zum Suizid im vergangenen Jahr wollen die Nachwuchspolitiker sich jetzt mit Alkohol- und Drogenproblemen bei Jugendlichen beschäftigen. „Das ist ein gutes und wichtiges Thema“, findet Magdalena und gibt schon die Marschrichtung vor: „Man muss die Jugendlichen schockieren.“ Gemeinsam mit Partnern wie dem Universitätskrankenhaus Eppendorf oder der Drogen- und Suchtberatung Norderstedt will der KJB eine Präventionsaktion veranstalten. Ein weiteres großes Projekt wird der Bandwettbewerb Nordersound sein. Dazu möchten die Jugendlichen sich stärker als bisher mit den Stadtvertretern auseinander setzen. „Wir werden uns den Parteien und in der Stadtvertretung vorstellen. Die sollen uns kennen“, hat sich Magdalena mit ihren Kollegen vorgenommen. „Wir wollen bei allem dabei sein, was wichtig für Jugendliche ist.“ Im Blick haben die KJB-Kandidaten bereits die Schulwegsicherung und die neue Sozialraumorientierung.
Doch zunächst gilt es, möglichst viele Wähler zu mobilisieren. Dazu gehen Eva Schmidt, Koordinatorin für Kinder und Jugendbegleitung im Rathaus, sowie Mitarbeiter der Jugendhäuser in die Schulen und führen möglichst in den einzelnen Klassen die Wahlen durch. „Wenn die Urne nur in der Pausenhalle steht, gibt es eine zu geringe Wahlbeteiligung“, weiß Magdalena Meder vom letzten Mal. Nach den Wahlen an den Schulen gibt es mit der Wahl durch die Stadtvertreter im Mai noch die offizielle Bestätigung für die neuen Mitglieder des KJB.
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