Langenhorn kocht bunt

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Sie weihten den Rezept-Briefkasten ein: Markant-Marktleiter Torsten Bukowski (v.li.), Sabrina Seidensticker von der bezirklichen Gesundheitsförderung, Quartiersmanagerin Rixa Gohde-Ahrens und Ideengeberin Schekeba Jentsch von „Eltern vor Ort“.Foto: Biehl

Nachbarn schreiben ein Buch. Rezepte gesucht

Von Bert C. Biehl
Langenhorn. Bis zum fertigen Ergebnis dauert es zwar noch etwas, aber es wird lecker, soviel steht jetzt schon fest: Unter dem Motto „Langenhorn kocht bunt“ soll ein Rezepte-Buch für vegetarische Gerichte aus aller Herren Länder entstehen. Die Idee entstand im Quartier zwischen Essener Straße und Käkenhof. Jeder interessierte Bürger kann sich beteiligen, indem er ein Rezept aufschreibt und bei den Organisatoren abgibt. Dafür wurde jetzt ein eigens angefertigter Briefkasten eingeweiht, der im Eingangsbereich des Markant-Marktes am Käkenhof steht.

Gesundheitsförderung

Geboren wurde der Vorschlag im September vergangenen Jahres, als in der Zachäus-Kirche ein Nachmittag zum Thema „Gesund leben“ stattfand. „Das Buch soll ein Beitrag zur Gesundheitsförderung sein“, sagt die Ideengeberin Schekeba Jentsch von „Eltern vor Ort“, die ein Teil der Koordinierungsstelle für Weiterbildung und Beschäftigung ist. Dieser Verein kümmert sich vor allem um Migranten – und davon gibt es im Quartier viele. Ein Grund, weshalb die Initiatoren auf einen bunten Rezeptemix hoffen: „Es soll ein Kochbuch entstehen, in das die Anwohner aus unterschiedlichen Kulturen ihre Lieblingsrezepte einbringen können“, so Sabrina Seidensticker von der Gesundheitsförderung des Bezirksamtes Nord, die das Projekt unterstützt. Einzige Bedingung: Es muss ein vegetarisches Rezept sein. Gesucht werden vor allem Suppen, Vorspeisen und Hauptgerichte, aber auch Nachspeisen. Der Wunsch: Die Rezepte sollen einfach nachzukochen sein. Die ersten, die das versuchen wollen, sind Schüler der Stadtteilschule Am Heidberg, wie deren Fachpraxis-Lehrerin Norma Pahl-Frank ankündigte.
Interessenten finden den Briefkasten im Eingangsbereich des Markant-Marktes: „Das ist ein tolles, lokales Projekt, das wir gerne unterstützen“, sagt Torsten Bukowski, der seit Januar Leiter des Supermarktes am Käkenhof ist. Hergestellt wurde der hölzerne Standbriefkasten übrigens bei Alsterfemo, einem Beschäftigungsträger für Menschen mit Handicap im Oehleckerring. Unterhalb des Briefkastens ist ein Behälter für Vordrucke montiert.
Interessenten können ihre Rezepte auf diesen Din-A4-Zetteln notieren und dort einwerfen. Wann das Buch zu haben ist, steht noch nicht fest.
Falls für das fertige Werk ein kleiner Obolus zu entrichten sein wird, soll der Erlös anderen Projekten im Stadtteil zugute kommen, für die es keine Fördermittel gibt, so die Organisatoren.
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