Lehrschwimmbecken

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Schulleiterin Anette Korn will das Lehrschwimmbecken an der Pestalozzistraße erhalten wissen. Foto: Fuchs

Sanierungskosten angeblich zu hoch

Norderstedt. Die Grundschule Friedrichsgabe kämpft weiterhin um ihr Lehrschwimmbecken. Und mit ihr die SPD-Fraktion. „Eine Schließung des Lehrschwimmbeckens würde für viele privaten Nutzer das Aus ihrer Freizeitaktivität bedeuten, da sie diese in der geplanten neuen Halle nicht mehr ausüben könnten“, argumentiert SPD-Stadtvertreter Helmuth Krebber. Und vor allem das für die Kinder so wichtige Schwimmen lernen in der Schule fiele in diesem Stadtteil weg. „Gerade beim Schulschwimmen müssen wir eine Unterversorgung, wie sie in Hamburg nach Schließung einiger Lehrschwimmbecken aufgetreten ist, verhindern.“
Die Sanierungskosten für dieses Schwimmbecken, die die Verwaltung in einer aktuellen Vorlage auflistet, seien viel zu hoch veranschlagt, kritisiert Krebber. So beziffert die Verwaltung die baulichen Mängel auf 691.700 Euro und die jährlichen Betriebskosten auf 104.000 Euro.
Ein Großteil der aufgeführten Mängel sei aber überflüssig oder könnte auf zehn Jahre gestreckt werden, erläutert Krebber. So sei nicht nachzuvollziehen, warum die komplette Schwimmbadtechnik für 166.600 Euro erneuert oder die Wärmebank für 23.900 Euro ausgetauscht werden müssen. Krebber: „Die Technik ist zwar veraltet, erfüllt aber ihren Zweck, da sie jährlich gewartet wird und störungsfrei läuft.“
Diese Ausgaben könnten ohne weiteres auf einen Zeitraum von zehn Jahren verteilt werden. „Damit wäre das Lehrschwimmbecken für die Schule, Vereine und Bürger im Stadtteil Friedrichsgabe gesichert“, so Krebber. Er ist überzeugt, dass die Sanierungskosten aus rein wirtschaftlichen Interessen zu Gunsten des Arriba-Bades hochgerechnet wurden, um eine Schließung gegen die Interessen der Betroffenen zu rechtfertigen. Schulleiterin Annette Korn sagt: „40 Jahre lang haben alle unsere Schüler hier schwimmen gelernt. Und nun soll das zu Ende sein?“ (bf)
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