Mit „bunt statt blau“ Zeichen setzen

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Das Plakat der Zweitplatzierten: Alkohol kann dein Leben verkürzen ist die Botschaft. Foto: sl

Schülerinnen räumen bei Kunst-Wettbewerb ab

Fuhlsbüttel. Gleich vier Schülerinnen des Gymnasiums Alstertal schafften es unter die zehn besten Plakat-Zeicher Hamburgs. Die Krankenkasse DAK-Gesundheit initiierte zum dritten Mal den bundesweiten Plakat-Wettbewerb „bunt statt blau“. Die Kampagne richtet sich gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. In Hamburg nahmen 800 Schüler und Schülerinnen an dem Wettbewerb teil, bundesweit waren es 12.500.
Mona Klessny (15) und Shahrzad Akbari (14) aus der Klasse 9b des Alstertal Gymnasiums zeichneten gemeinsam ein Plakat, mit dem sie schonungslos die Risiken des Rauschtrinkens aufzeigten. Der unheimliche Tod mit der Sense bietet einem Jugendlichen Aklohol an und fragt „Noch ‚n Kurzen?“ In einer Gedankenblase steht: „Kurzes Leben“. Die tolle Idee und die kreative Umsetzung haben die zwölf-köpfige Jury überzeugt: Die Gymnasiastinnen haben den zweiten Platz belegt. Das Preisgeld über 200 Euro teilen sich die Freundinnen. „Uns hat der Plakat-Wettbewerb viel Spaß gemacht, besonders die Ideensuche“, sagt Mona Klessny. Ihre Klassenkameradin Xenia Franke belegte den vierten Platz und Sophie-Charlotte Rath den neunten.
„Wir prämieren die besten zehn Plakate. Für die ersten Drei gibt es Geld, die anderen bekommen Sachpreis“, so Klaus Streich von der DRK, der die Preise und Urkunden verteilte: „Wenn es um Alkoholmissbrauch von Jugendlichen geht, sind junge Künstler die glaubwürdigsten Botschafter.“ Kunstlehrer Gerhard Brockmann freute es natürlich, dass gleich vier seiner Schülerinnen ausgezeichnet wurden. Er hatte zehn Bilder eingeschickt. „Ich finde Wettbewerbe gut, die eine Botschaft vermitteln. Das Thema Alkoholmissbrauch ist sehr wichtig“, sagt der Lehrer.
In Hamburg wurden 2010 insgesamt 205 Kinder und jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Das ist ein Rückgang von elf Prozent. Trotzdem ist die zahl der sogenannten „Komasäufer“ in den vergangenen Jahren bundesweit stark gestiegen. „Prävention und derartige Kampagnen für Jugendliche sind deshalb dringend nötig“, so Klaus Streich. (sl)
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