Neue Pfarrei gefeiert

Anzeige
Der Leiter der neuen Pfarrei St. Katharina von Siena, Dietmar Wellenbrock (v.l.), Diözesanadministrator Ansgar Thim, der SPD-Bezirksabgeordnete Gulfam Malik (SPD), Bezirksamtsleiter Harald Rösler und Christian Sowada (CDU Langenhorn) beim Festakt Foto: Krause

St. Katharina von Siena entstand durch Fusion

Langenhorn. Rund 250 Pfarreimitglieder und Gäste aus Politik, Kirchen und Gesellschaft feierten in der „Katharina-von-Siena Schule“ am Eberhofweg die Gründung der neuen katholischen Pfarrei „St. Katharina von Siena“. Diesen Namen hatten die Mitglieder der bisherigen Pfarreien St. Annen und Heilige Familie in Hamburgs Norden und St. Hedwig Norderstedt / Henstedt-Ulzburg mit großer Mehrheit für ihren neuen Verbund gewählt (wir berichteten). Ansgar Thim, der als Diözesanadministrator zurzeit das Erzbistum Hamburg leitet, betonte in seinem Grußwort, dass im Norden Hamburgs und Süden Schleswig-Holsteins mit der Organisationsform „Pastoraler Raum“ bewusst Neuland betreten wurde. Allerdings wurden alte Inhalte nicht nur neu gemischt. Erstmalig umfasst diese Pfarrei neuen Typs alle Facetten geistlichen Lebens einer Region. Nicht nur die Kirchenstandorte, sondern Kitas, Schulen oder auch Krankenhausseelsorge werden eng miteinander vernetzt. Festgeschrieben ist das in einem Dokument, an dem über 100 Katholiken in den letzten drei Jahren mitgewirkt haben.

„Kluge Mischung“

Harald Rösler, Bezirksamtsleiter Hamburg Nord, griff das in einer Ansprach beim Festakt auf. „Mit großem Interesse habe ich das Pastoralkonzept als gedanklichen Unterbau der neuen Pfarrei gelesen. Erfreut war ich über die kluge Mischung aus Kümmern um geistlich-religiöse Fragen wie auch um Fragen der praktizierten Nächstenliebe. Sie sehen sich nicht in einer abgeschlossenen Kirchenwelt, sondern stellen die Bodenhaftung zum Sozialraum her. Sie sind mit der neuen Pfarrei und ihren verschiedenen kirchlichen Einrichtungen ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens im Norden Hamburgs und grenzüberschreitend im Süden Schleswig-Holsteins.“
Und Rösler macht den Katholiken Mut, wenn die Umsetzung des Konzeptes viel Zeit benötigt. „Wenn ich auf mein eigenes Geschäftsfeld blicke und an die letzte Verwaltungsreform von 2006 denke, dann muss man feststellen, dass acht Jahre später immer noch nicht alle angestrebten Veränderungen umgesetzt worden sind, auch weil es starke Beharrungskräfte gibt.“ (fjk)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige