Neuer Tesa-Bau im Zeit- und Kostenplan

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Das Unternehmen Tesa SE verlagert seinen Standort mit 900 Mitarbeitern ab 2015 von Hamburg nach NorderstedtFoto: wb

Richtfest in Norderstedt mit rund 1.000 Gästen gefeiert. Umzug der 900 Mitarbeiter ab 2015

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und einem eisigen Wind feierten etwa 1000 Gäste vergangene Woche das Richtfest auf der Tesa-Baustelle. Der Klebemittel-Hersteller investiert 160 Millionen Euro in seine neue Firmenzentrale an der Niendorfer Straße, die gegenüber des Nordport-Areals im Süden Norderstedts liegt. Das Hamburger Unternehmen mit 900 Mitarbeitern verlagert ab 2015 seinen Standort in die größte Stadt des Kreises Segeberg. Das jetzige Firmengelände in Hamburg-Eimsbüttel ist dem stark wachsenden Tochterunternehmen der Beiersdorf AG (Nivea, Tesa) zu klein geworden.

Baubeginn im Juni

Vorstandschef Thomas Schlegel zeigte sich begeistert vom Fortschritt des Baus, der erst im Juni dieses Jahres begann. Seitdem haben die 500 Bauarbeiter und Handwerker, die zeitweise gleichzeitig auf der Baustelle gearbeitet haben, den aus vier Gebäuden bestehenden Komplex rasend schnell hochgezogen, wie sich Schlegel freute. Im Frühjahr waren 1200 bis zu 18 Meter langen Pfähle in die Erde gerammt worden, um dem Gebäudekomplex auf dem sumpfigen Boden Halt zu geben.
„Es ist alles im Zeit- und Kostenplan.“ Insgesamt stünden den Mitarbeitern im neuen Hauptquartier mit Verwaltung, Forschung und Entwicklung 65.000 Quadratmeter Nutzfläche und 280.000 Kubikmeter umbauter Raum zur Verfügung, sagte Architekt Georg Brechensbauer aus München. Das wäre so groß wie ein 270 Meter hohes Riverside-Hotel, das die neue Skyline zum Hamburger Hafen auf St. Pauli ziert. Auch Vorstandschef Schlegel nannte einen imposanten Vergleich für dieses Bauvorhaben, das auch das größte in der Geschichte seines Unternehmens sei: „Es wurden hier 47.000 Tonnen Beton und Stahl verbaut. Das ist so viel wie 40.000 VW-Golf wiegen.“ Stoßstange an Stoßstange würden die Fahrzeuge von Norderstedt bis nach Hannover reichen.

Viele Neubürger erwartet

Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote hieß die zukünftigen Mitarbeiter „herzlich Willkommen in Norderstedt.“ Seine Stadt sei zwar erst 40 Jahre alt und könne sich nicht mit der alten Geschichte Hamburgs messen. „Aber Norderstedt ist eine Stadt, in der es sich sehr gut leben lässt“, sagte der Bürgermeister. „Unser einziges Baudenkmal ist das Gefängnis Glasmoor, das der Architekt Fritz Schumacher gebaut hat.“
Das wird sich möglicherweise zukünftig ändern, wenn dieser „graue Riese“ mit seinen 1600 Fenstern die Bedeutung erlangt, die ihm die Festredner für die wirtschaftliche Entwicklung Schleswig-Holsteins beimaßen.
Staatssekretär Ralph Müller-Beck aus dem Wirtschaftsministerium in Kiel: „Die 160 Millionen-Euro-Investition ist nicht nur eine der größten Investitionen, die je ein Unternehmen im nördlichsten Bundesland verwirklicht hätte. Dieses Vorzeige-Projekt steht für die Innovationskraft des Landes und ist eine der bedeutendsten Bauten in der Region. Es ist eine wahre Meisterleistung.“
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