Nun auch offiziell Franz-Röttel-Park

Anzeige
Bezirksamtsleiter Harald Rösler (li.) wurde während seiner Ansprache von seinem Chef, Bezirksstaatsrat Karl Schwinke, „beschirmt“. Foto: hfr

Mit Festakt und Straßenschild: Grünanlage wurde umbenannt

Von Bert C. Biehl
Langenhorn. Dass sein Vorgesetzter einmal sein Schirmherr sein würde, das hatte sich Bezirksamtsleiter Harald Rösler bis dahin noch nicht ausgemalt. Doch wenn sozialdemokratische Solidarität gegen das Wetter geboten ist, dann ist Staatsrat Karl Schwinke zur Stelle. So blieb bei der offiziellen Benennung des Franz-Röttel-Parks an der Tangstedter Landstraße Röslers Redemanuskript so trocken wie seine Seitenhiebe auf das windig-kalte Regen-Ambiente. Er müsse „einräumen, dass man in Parks am besten dann feiert, wenn sie sich in schönster Blüte und voller Pracht zeigen und sich der blaue Himmel über ihnen wölbt. Von diesem Idealbild sind wir heute etwas entfernt“, so Rösler. Aber man habe nicht bis zum Frühjahr warten wollen. Der Bezirksamtschef erinnerte daran, dass die grundlegende Überarbeitung dieses Parks der Auftakt für die Erneuerung des Zentrums rund um den Langenhorner Markt war, die weiterhin in vollem Gange ist.
Staatsrat Karl Schwinke war für seinen verhinderten Bezirkssenator Dr. Peter Tschentscher eingesprungen. Er erinnerte an die Verdienste Franz Röttels (1921-2004). Der im Sudetenland Geborene war in Langenhorn rund 50 Jahre kommunalpolitisch aktiv und erhielt 1994 das Bundesverdienstkreuz. „Franz Röttel war ein besonderer und charismatischer Mann, dem es leicht gefallen ist, für eine gute Sache zu werben. Für seine Langenhorner war er ein Kümmerer, der schon vor vielen Jahren in einer eigens organisierten Bürgeraktion die Grünfläche, an deren neu angelegtem Eingang wir uns heute versammelt haben, und die damals unter Wildwuchs litt, kurzerhand in Ordnung brachte. Auch aus diesem Grund ist kein passenderer Name für diesen Park denkbar“, sagte Schwinke. Auch Röttels Witwe Ernestine und Sohn Gottfried waren zu dem Festakt erschienen, außerdem Christian Carstensen mit rund 35 Mitgliedern seines SPD-Distrikts Langenhorn-Süd, in dem auch Röttel seine politische Heimat gehabt hatte. Der Bezirksabgeordnete Gulfam Malik hatte damals die Anregung zur Umbenennung gegeben. „Franz Röttel ist den alteingesessenen Langenhornern als jemand in Erinnerung geblieben, der wichtige und positive Veränderungen für seinen Stadtteil bewirkt hat. Ohne ihn hätte es diesen Park nicht gegeben.“
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige