Retter aus Hamburg-Nord

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Bergungseinheiten können sich mit verschiedensten Geräten Zugang zu Verschütteten in Häusern schaffen und so Leben retten Foto: THW

Ortsverband des Technischen Hilfswerks ist bei Brand und Sturm gefragt

Hamburg. Nach einem Meteoriten-Einschlag im dänischen Tinglev sind auch Retter des Technischen Hilfswerks (THW) Ortsverband Hamburg-Nord im Einsatz. In zerstörten Häusern, einem eingestürzten Parkhaus und einem Tunnelsystem suchen sie nach Verschütteten. Zum Glück alles nur zur Übung!
120 Freiwillige des THW Hamburg-Nord und Wandsbek nahmen vor einiger Zeit an der Großübung in Süd-Dänemark teil. Vor Ort waren auch Kollegen aus Bad Segeberg, Neumünster, Stralsund, Kiel und Gadebusch.

Realitätsnahes Gefühl

„Die einzigartige Anlage in Tinglev vermittelt den Helfern ein sehr realitätsnahes Gefühl. Diese Übung war eine sehr gute Vorbereitung der Helfer auf ähnliche Einsätze“, erklärt Dietwald Jager, Übungsleiter und Leiter des Ortsverbandes Hamburg-Nord die Ortswahl. „Normale Übungen sind meist vielfach kleiner und können die Stimmung eines echten Einsatzes nicht so gut vermitteln.“ Der Meteoriten-Einschlag wurde gewählt, da dieser viel Raum für verschiedene Krisenlagen und die Erprobung unterschiedlichster Geräte und Maschinen lässt. Typisch für den Einsatz der 144 Ehrenamtlichen des THW Hamburg Nord sind aber die Brandbekämpfung, wie im Juni beim Großfeuer in einer Lokstedter Bäckerei, Rettungs- und Sturmeinsätze. Ab einem Alter von zehn Jahren können sich Freiwillige beim THW engagieren. „Voraussetzung ist, dass sie helfen wollen, Spaß an der Ausbildung und Technik haben, Verantwortung übernehmen wollen und sich dem Katastrophenschutz verpflichten“, so Jager (66), der das THW seit 41 Jahren unterstützt.

Immer mehr Frauen

Andere Aktive des ehrenamtlich organisierten Hilfswerks sind sogar schon 56 Jahre dabei. Und es werden immer mehr Frauen: „Wir haben mit 29 Frauen den höchsten Anteil weiblicher Helfer im Ortsverband“, freut sich Jager. Diese übernehmen ebenso wie ihre männlichen Kollegen Führungspositionen und werden eingesetzt in technischen Zügen, als Kraftfahrerinnen, Helferinnen, bei Auslandseinsätzen oder in der Küche. Wenn es nach Jager und den Interessentinnen ginge, sollten es 40 sein. Doch der Platz auf dem THW-Gelände in der Carl-Cohn-Straße ist derzeit zu knapp: „Wir müssen dringend erweitern und Platz für die Jugend schaffen, für den Umkleidebereich der Frauen und für eine Mini-Gruppe, in der die Kinder von Helfern betreut werden“, so Jager. Der Mietzins, der mit der Erweiterung steigen würde, stünde derzeit aber nicht zur Verfügung. „Wir haben einen Helfer-Zuwachs, aber keinen Platz. Vor 2016 wird es vermutlich nichts mit der Erweiterung“, so Jager.
Da Helfer umziehen oder aufhören, besteht jedoch immer Bedarf an Freiwilligen.
Die Jugendgruppen der Zehn bis 17-Jährigen treffen sich jeden Dienstag und letzten Sonnabend im Monat, die Erwachsenen jeden zweiten Dienstag und letzten Sonnabend im Monat. Interessenten können sich melden beim THW Ortsverband Hamburg-Nord, Dietwald Jager, Carl-Cohn-Straße 36 – 38, t 51 49 19 30. (wb)
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