Sanierungsarbeiten im Naturbad

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Die Wassertemperatur beträgt 19 Grad. Strandaufsicht Markus Ruthenberg (28) ist einer von fünf Rettungsschwimmern, die im chlorfreien Kiwi-Bad zum Einsatz kommen. Foto: sl

Hauptbecken wurde vergrößert, Steganlage neu verkleidet

Von Sylvana Lublow
Langenhorn. Ein Großteil der geplanten Sanierungsarbeiten im Naturbad Kiwittsmoor ist bereits abgeschlossen. Die Badesaison startete mit einen neuen Gesicht – allerdings auch ohne Sommerwetter. Die Vereinsmitglieder des HTB‘62, der das Bad betreibt, sind trotzdem glücklich über das Ergebnis der monatelangen Arbeit.
Das mittlerweile marode Kinderplanschbecken wurde entfernt. „Dafür hat das Hauptbecken jetzt einen Nichtschwimmer-Bereich mit seicht abfallendem Wasser, wie am Strand“, sagt Kai Glismann.
Der Tischlermeister ist Mitglied im HTB und hat mit seiner Firma alle Holzarbeiten im Bad übernommen. Das Hauptbecken wurde vergrößert, bekam neue Spundwände und die Steg-Anlage ist neu verkleidet worden. „Wir haben das Becken mit einer Winkeltraverse getrennt, so dass das Wasser die Tiefe hält. Der Nichtschwimmer-Bereich ist bis zu 1,35 Meter und der Schwimmer-Bereich 2,20 Meter tief“, sagt Glismann. Rund um das Becken gibt es jetzt eine breite Lauffläche aus Holz, was vor allem optisch sehr gelungen ist. Die angrenzende Liegewiese, die teilweise schon vom Grundwasser durchnässt war, musste einem breiten Sandstrand weichen.
Auch die Sanitäranlegen haben eine Komplett-Sanierung erhalten. Das WC-Haus bekam ein neues Dach, neue Toiletten, Fenster und Türen. Auch das einst einsturzgefährdete Imbiss-Haus ist wieder in Betrieb. „Wir haben einen neuen Pächter, der die Reparaturen in Eigenregie übernommen hat“, freut sich Glismann, der jeden Freitagabend im Kiwi-Bad mit seiner Mannschaft Wasserball spielt. „Viele unserer Mitglieder haben hier an Aktionstagen tatkräftig mit angepackt. So konnten wir auch einige Gelder einsparen“, so der Tischler.
Noch ist nicht alles fertig. „Das Wetter spielte nicht unbedingt mit und außerdem können wir auch nicht alle Arbeiten auf einmal leisten“, sagt Glismann. Die finanziellen Möglichkeiten sind begrenzt. Die Stadt Hamburg beschloss im vergangenen Jahr, für die Instandhaltung des Bades mit einer Finanzspritze in Höhe von 749.000 Euro zu unterstützen. Von dem Geld konnte die marode, 60 Jahre alte Stahlspundwand ausgetauscht werden. So dient der vordere Bereich des Freibades noch als Abstellplatz für Materialen und Baugeräte – geschützt von einem Bauzaun.
Bis zu 2000 Gäste können sich auf dem parkähnlichen Areal tummeln. Mit der Einbettung in die Natur und seinem 30er-Jahre Charme ist das Naturbad Kiwittsmoor einzigartig in Hamburg. Die Wasserqualität sucht ebenfalls seinesgleichen. Ein Teil stammt vom Grundwasser, der Rest wird aus einem Brunnen mit Trinkwasser-Qualität hinzu gepumpt. „Drei Sterne haben wir für das Wasser bekommen.“, sagt Glismann. Im Herbst sollen die Duschräume saniert werden. (sl)
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