Singen befreit

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Gemeinsam sangen sie schon im Kölner Dom, im Altenburger Dom, in Prag, Schweden und jetzt auch bald in St. Petersburg: der gemischte Langenhorner Gesangverein von 1866. Fotos: sl

Langenhorner Gesangverein braucht frische Stimmen

Von Sylvana Lublow
Langenhorn. Der Langenhorner Gesangverein von 1866 ist auf große Reise. Das Ziel ist St. Petersburg. „Wir machen jedes Jahr eine Chorreise“, sagt die erste Vorsitzende Karin Huyke. Der 60 Mitglieder zählende Gesangverein war unter anderem schon in Prag, Stockholm und in Unterfranken. Dass es dieses Jahr in so weite Ferne geht, haben die Sänger und Sängerinnen ihrem engagierten Chorleiter Dieter Podszus zu verdanken.
Denn seine Frau, die drei Chöre leitet, stammt auch dieser historischen Stadt. Dieses Jahr verreist der Langenhorner Gesangverein gemeinsam mit Mitgliedern vier anderer Chöre – als so genannter Projektchor. „Wir werden dort zwei Mal im Nikolajewsky Palast singen. Dort sitzt die Pädagogische Hochschule, die einen Chor hat. Mit dem treten wir auch zusammen auf“, erzählt Karin Huyke stolz. Der Langenhorner Gesangverein ist einer der bekanntesten Chöre im Norden Hamburgs. Die Sänger und Sängerinnen kommen teilweise aus anderen Stadtteilen wie Schnelsen, Poppenbüttel oder Rahlstedt. Mehr als ein Jahrhundert lang war der Verein ein reiner Männerchor. Seit 20 Jahren dürfen auch Frauen mitsingen, weil es an Sängern mangelte. Ein Mal in der Woche, immer mittwochs, ist Probenabend im „Lali“ in der Tangstedter Landstraße. Um 18.30 Uhr beginnt die halbstündige Stimmbildung. Danach wird unter Klavierbegleitung von Dieter Podszus gesungen. „Wir legen sehr viel Wert auf das deutsche Liedgut, singen aber auch englische, schwedische und russische Lieder“, sagt Podszus, der als studierter Opernsänger schon auf vielen Bühnen sang. Neben Volksliedern enthält das Repertoire des Chors auch Schlager, Operetten und sakrale Lieder. Die Sängerinnen und Sänger haben viele regelmäßige Auftritte im Jahr. „Wir singen zum Beispiel in Altenheimen, geben Frühjahrskonzerte und in der Vorweihnachtszeit veranstalten wir immer das offene Weihnachtsliedersingen hier im Lali. Das kommt sehr gut an“, erzählt Karin Huyke, die seit acht Jahren im Gesangverein singt, vorher aber schon viele Jahre Mitglied in einem anderen Chor war. „Singen befreit und macht sehr viel Spaß“, sagt sie. Neben der Geselligkeit, habe Singen auch gesundheitliche Vorteile: „Die Gehirnzellen werden aktiviert und man lernt, richtig zu atmen“, erklärt der Chorleiter. „Es ist ein Hobby, das ich weiterempfehlen kann“, so Karin Huyke.Das Durchschnittsalter des Langenhorner Gesangverein ist 50 Plus. Deshalb würden sich die Sänger über neue Mitglieder freuen. „Wir brauchen frische Stimmen und vor allem mehr Männer im Chor“, betont sie. Wer also Lust auf Singen hat und ein wenig Gefühl für Musik mitbringt, könne bei einer Probe gerne vorbeikommen.

Am Sonntag, 6. Mai, um 16.30 Uhr gibt der Langenhorner Gesangverein gemeinsam mit dem Jubilate Chor aus Bad Segeberg ein stimmungsvolles Frühlingskonzert im Lali in der Tangstedter Landstraße 182a.
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