Spatenstich am Tannenweg

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Burkhard Pawils, Vorstandsvorsitzender der Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eG (2.v.li.) und Staatsrat Michael Sachs (3.v.re.) sowie weitere kräftige Herren schreiten beim ersten Spatenstich am Tannenweg zur Tat. Foto: Krause

Fluwog-Nordmark baut Wohnungen in Langenhorn

Von Franz-Josef Krause
Langenhorn. Auch Straßen und Plätze haben ein Alter. Nicht selten auch Namen, die etwas über ihre Geschichte aussagen. Als der Tannenweg am 25.11.1903 seinen Namen bekam, soll es dort tatsächlich noch ein Waldstück mit Tannen gegeben haben, die später dem Bau der U-Bahn zum Opfer fielen. Direkt daneben, wo im Krieg eine Flakstellung den Flughafen sicherte und danach Klempnermeister Bruno Winzer die Löcher in den Töpfen der Nachkriegszeit lötete und Dachrinnen rollte, hatte sich gegen Ende der fünfziger Jahre die Fluwog – Flughafen-Wohnungsbau-Genossenschaft – angesiedelt. Nach deren Fusion mit dem Bauverein Nordmark und dem Umzug an den Wiesendamm im November 2010 wurde es still am Tannenweg 62.

Wohnungen für
Familien und Senioren

Seit Jahresbeginn 2012 aber ist es aus mit der Ruhe. Stück für Stück und letztlich mit schwerem Gerät wurden das alte Verwaltungsgebäude sowie zwei benachbarte Wohngebäude abgetragen. 12 familiengerechte sowie 16 Seniorenwohnungen mit Service, eine Tiefgarage und ein Gemeinschaftsraum sollen hier entstehen. Für den Bezug der Seniorenwohnungen müssen die Vorgaben für einen Wohnberechtigungsschein erfüllt sein. Die Förderung der familiengerechten Wohnungen ist ebenfalls an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Sie dürfen nur am Personen vergeben werden, die die Voraussetzung für den 2. Förderweg der Wohnungsbau Kreditanstalt entsprechen.

Richtungsweisendes Projekt

Das sei erstmalig und richtungsweisend in Hamburg, sagte Staatsrat Michael Sachs in seiner Ansprache. Mit der Fertigstellung der Wohnungen am Tannenweg ist im 1. Quartal 2014 zu rechnen. Bezüglich des Energiebedarfs wird der Neubau mit seinem Blockheizkraftwerk neuesten Anforderungen gerecht. Auskünfte über Berechtigung und Antragsvordrucke gibt es im Bezirksamt Nord. Ziel ist es, jährlich mindestens 800 Wohnungen auf dieser Basis zu bauen, die auch den mittleren Einkommensschichten ‚bezahlbaren‘ Wohnraum bietet. Burkhard Pawils, Vorstandsvorsitzender der Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eG, betonte, dass der Neubau auf ‚privatem‘ Grund errichtet wird, denn, da war er sich mit Sachs einig, die Stadt selbst hat kaum noch Grundstücke anzubieten, die für Wohnzwecke geeignet sind.
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