Streit um Heroldcenter

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Acht Meter Abstand soll nach den Plänen der Stadt zwischen Herlodcenter-Erweiterung und den Wohnhäusern sein, derSPD ist das zu wenig

SPD und WiN gegen expansive Süderweiterung

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt Jürgen Lange ist sauer – auf die Verwaltung und auch auf die Mehrheit seiner Kollegen im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr. Auslöser für den SPD-Fraktionsvorsitzenden und Vorsitzenden des Ausschusses ist der aktuelle Beschluss zur Süderweiterung des Herold Centers. Damit soll die Lücke zwischen der Passage Europaallee und den Plambeck-Häusern an der Ochsenzoller Straße geschlossen werden. Investor ist die Matrix Immobilien GmbH, die bereits das Karstadtgebäude umbaut.
„Grundsätzlich sind wir dafür“, erklärt Lange. Doch das Gebäude soll entgegen der ursprünglich geplanten Baulinie jetzt etwa acht Meter weiter östlich bis an den Weg zur bisherigen Bebauung heranreichen. Aus den Plänen geht laut Lange hervor, dass das Gebäude 17 Meter hoch werden soll, in Staffelbauweise. Zweimal hatte der Ausschuss in Sitzungen vom 17.1.2013 und 15.8.2013 die Rücknahme der Baulinie gefordert.
Trotz einstimmigen Beschlusses im Ausschusses während der Sitzung im August, änderte die Verwaltung die Planung nicht. Stattdessen gab es Gespräche zwischen Verwaltung und Politikern. In der Sitzung Anfang Februar gab der Ausschuss mit den Stimmen von CDU, Linken, FDP und Grünen gegen die Meinung von SPD und WiN (Wir in Norderstedt) mit neun zu fünf jetzt grünes Licht für die Verwaltung, mit den unveränderten Plänen in die nächste öffentliche Anhörung der betroffenen Bürger zu gehen. „Die Verwaltung hatte eine andere Meinung und mit der Politik darüber diskutiert“, erklärt Stadtrat Thomas Bosse das Ergebnis der dritten Abstimmung. „Wir haben immer die neue Baulinie vertreten.“ Er argumentiert, nur mit einem Attraktivitätsschwerpunkt an dieser Stelle sei die Laufkundschaft vom Herold Center bis hierher zu bewegen. Und dafür brauchen Läden große Flächen. „Es ist mein Job, die Stadt so attraktiv wie möglich zu machen“, so Bosse. Während SPD und WiN der Ansicht sind, dass die vorhandene Wohnbebauung nicht ausreichend geschützt würde, meint die Verwaltung: „Bei der ersten öffentlichen Anhörung gab es keine negativen Rückmeldung“, konstatiert der Stadtrat. In einer zweiten öffentlichen Anhörung werden nun die Bürger informiert. Ob dann die Pläne so bleiben können, bleibt abzuwarten.
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