Trauermärsche von Wagner bis New Orleans

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Nicht Beethoven oder Mahler, sondern nach Art der „New Orleans Funerals“ spielt die „Norbert Susemihl‘s Arlington Brassband“ auch auf Ohlsdorf – wie hier 2011 am Tag des Friedhofs Foto: Krause
Ohlsdorf. Wenn der 1947 in Hamburg geborene Komponist Asmus Tietchens über Trauermärsche spricht, meint er eine bis ins 18. Jahrhundert zurück reichende, kirchenunabhängige Form musikalischer Trauerarbeit, die bis in das New Orleans von heute weiter entwickelt wurde.
Auch auf dem Ohlsdorfer Friedhof sind schon Trauermärsche erklungen. „Norbert Susemihl‘s Arlington Brassband“ präsentierte sie im authentischen Stil einer „New Orleans Stil Marching Band“ mit 5 bis 10 Musikern und der Pianistin als „Grand Marshall“. Swingend, nach der Art der berühmten „New Orleans Funerals“ begleitet die Band den Verstorbenen auf dem letzten Weg.
Trauermärsche haben eine lange und interessante Geschichte. Asmus Tietchens kennt sich aus und berichtet unterhaltsam. Auch Beethoven, Chopin, Grieg, Mahler oder Wagner haben Trauermärsche hinterlassen. Asmus Tietchens eigenes kompositorisches Schaffen basiert ganz in der Neuzeit und kann dem „Industrial“ sowie der „Noisemusik“ zugerechnet werden. Trauermärsche hat der Hamburger noch nicht geschrieben. Aber der mehrfach ausgezeichnete Komponist elektronischer Musik gilt als profunder Kenner des Themas.
In seinem Vortrag stellt Tietchens die Geschichte des Trauermarsches dar und gibt Antworten auf die Fragen: Wer komponierte zu welchem Zweck Trauermärsche? Wann wurden sie gespielt? Klar, dass nicht nur über Musik gesprochen wird, sondern dass besonders markante Beispiele erklingen werden. (fjk)

Sonntag, 19. Januar, 15 Uhr, Cordes-Halle des Bestattungsforums beim Schumacher-Krematorium, zu erreichen von der Fuhlsbüttler Straße 758. Der Eintritt ist frei
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