Vom Protest zum bunten Programm

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„Dank ganz viel Unterstützung von allen Seiten haben wir es geschafft, so ein lebendiges Angebot aufzubauen.“ Sybille Röper, Sigrun Scries, Anne Balk vor ihrem VereinshausFoto: dmhuebsch

Aus der Interessensgemeinschaft Lentersweg wurde in 40 Jahren ein Verein mit vielfältigem Angebot

Von Daniela Maria Hübsch
Fuhlsbüttel. Zwischen schmucklosen 70er-Jahre Wohnblöcken und den Schrebergärten Fuhlsbüttel, neben der ehemaligen Schule Flughafenstrasse ragt der futuristisch anmutende Bau mit seinen überdimensionalen Bullaugen im knalligen Orange hervor. Hier hat die Interessengemeinschaft Lentersweg (IGL) ihr außergewöhnliches Vereinshaus.
Mit einem bunten Strauß an Stadtteilkultur, Nachbarschaftshilfe, Bildung, Sport und sozialer Unterstützung für Jung und Alt bereichert die IGL die aus etwa 1200 Wohneinheiten bestehende Siedlung um den Lentersweg. Die Gründung der IGL geht auf eine Anwohnerinitiative zurück, die 1973 mit Erfolg verhinderte, dass anstelle des heutigen Naherholungsgebietes eine vierspurige Verlängerung der Flughafen-
strasse zum Lentersweg führt.
Musik statt Straße
Heute ist IGL viel mehr als Protest: Auf 300 Quadratmetern Fläche sind ein großer, teilbarer Saal, ein Billard- und Kickerzimmer, PC-, Arbeits- und Technikräume sowie Aufenthaltsräume untergebracht.
Ein kleines Tonstudio mit Mischpult, schalldichtem Raum, einer professionellen Musikanlage stehen den örtlichen Talenten für Proben und Aufnahmen zur Verfügung.
„Hier hat es schon tolle Produktionen gegeben, die auch auf YouTube veröffentlicht sind und bei unseren Sommerfesten das Publikum immer wieder begeistern.“ meint die Vereinvorsitzende der IGL Sybille Röper mit sichtlichem Stolz.
Hilfe für Schule und Alltag
Aber auch im Alltag gibt es Einsatzmöglichkeiten: Das Angebot reicht der Hausaufgabenhilfe durch eine Lehramtsstudentin an den PC-Arbeitsplätzen, Mädchen- oder Frühstückstreffen bis zum Töpfern und Sportveranstaltungen. Auch Mutter-Kind-Gruppen finden Platz im Programm. Für das 14-tägig stattfindende Kinderkino vor großer Leinwand und mit Popcorn zahlen die Kids gerade mal einen Euro pro Kopf. Große Resonanz haben interkulturelle Projekte oder PC-Weiterbildung für Senioren. Sigrun Scries von der IGL sagt: „Ich erinnere mich gut an die Seniorin, die kam und unbedingt wissen wollte, wie Skype funktioniert, damit sie mit ihrem Enkel sprechen kann. Sie war richtig Feuer und Flamme!“
Starkes Team
Feuer und Flamme für ihre IGL sind auch die drei angestellten Erzieher, sieben ehrenamtliche Mitarbeiter, zehn Honorarkräfte und viele freiwillige Helfer. Dieses Jahr bereiten sie neben den bereits geplanten Projekten noch die große Feier für gleich zwei IGL-Jubiläen vor: das 40-jährige Bestehen und zehn Jahre Vereinshaus. Die Initiatoren versprechen ein „rauschendes“ Programm.
u Infos zum Verein:
www.igl-hamburg.de
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