Wieviel Freiheit verträgt das Glück?

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Peter Pakulat in seinem Büro in Langenhorn. Foto: Lublow

Langenhorner Autor veröffentlicht seinen zweiten Roman

Von Sylvana Lublow
Langenhorn. Eine tiefe Sehnsucht nach Freiheit ist es, die den kreativen Kopf Binsky „Fingerstumpf“ dazu treibt, sein Haus, seine Stadt, sein Land und sein Leben zu verlassen. Einfach so, an irgendeinem Tag, ungeplant. Mit diesem Ausbruch beginnt Peter Pakulats zeitgenössischer Roman „Fingerstumpf – Bist du hungrig oder Futter?“
Pakulats Hauptfigur Binsky ist vierfacher Vater, Chef einer Hamburger Werbeagentur und Besitzer einer halben Villa in Hamburg-Hummelsbüttel. Eine gute Ehe, gesunde Kinder, ein gut bezahlter Job und ein schickes Eigenheim – Binsky hat oberflächlich betrachtet alles, was Mensch braucht, um glücklich zu sein. Doch Binsky fühlt sich in seinem Leben gefangen. Er muss raus aus dieser Mühle, die droht, ihn zu zermahlen. Die Freiheit ruft ihn und dieser Ruf wird an einem schönen Morgen im Spätsommer so laut, dass er ihm einfach folgt. Seine abenteuerliche Reise in die Freiheit bringt ihn unter anderem nach Peking, wo er lügen lernt und rückwärts zu gehen. Er trifft einen Außerirdischen und schwebende Elefanten – aber findet er in seiner neu erworbenen Freiheit auch das Glück?
Für Autor Peter Pakulat, der selber viele Jahre in Hummelsbüttel wohnte und jetzt in Langenhorn lebt, ist es nach langer Pause der zweite Roman. Sein erstes Buch „Verkehrte Welt“ erschien 1983 beim Rowohlt-Verlag. Zwischendurch schrieb Pakulat den Ideen- und Ratgeber „Kreativ geht selten schief“ (2001). Dieses Buch und sein Roman „Fingerstumpf“ sind als Book on Demand erschienen. Der 55-jährige Hamburger hat vieles gemeinsam mit seiner Figur Binsky, dessen Beinamen „Fingerstumpf“ daher rührt, dass er sich ein Stück seines Fingers abgeschnitten hat. Auch Pakulat hat viele Jahre als Kreativ-Chef in einer Hamburger Werbeagentur gearbeitet, bevor er sich vor acht Jahren selbstständig machte. „Einige Bereiche in meinem Buch sind autobiografisch, wie es bei allen Autoren der Fall ist“, so Pakulat, der Vater von zwei erwachsenen Söhnen und einer 13-jährigen Tochter ist.
Auch die Schauplätze seines Romans hat der Autor bereist und recherchiert. Kritik am Leben unter Leistungsdruck, Zwängen und dem Gefühl, unfrei zu sein - „Fingerstumpf“ trifft den Puls der Zeit.
Jeder, der mindestens ein Mal in seinem Leben den Wunsch verspürte, einfach auszubrechen und neu anzufangen, wird sich in Binsky wiederfinden. Pakulat lässt seine Figur übers Ziel hinaus schießen und am Ende mit einigen Einsichten zurück ins Leben kehren. Binsky erfährt auf seiner Reise, dass zu viel Freiheit auch nicht glücklich macht. Er weiß aber, wie man Glück und Freiheit verknüpfen kann.
„Wichtig war mir, nicht wehleidig zu klingen sondern schräg und witzig“, sagt Pakulat, der bereits an seinem nächsten Roman arbeitet – einem Science Fiction-Thriller. (sl)

iPeter Pakulat: „Fingerstumpf – Bist du hungrig oder Futter“, Verlag Books on Demand, 208 Seiten.
www.paku.de
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1 Kommentar
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Peter Pakulat aus Langenhorn | 14.05.2012 | 17:43  
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