„Wir brauchen mehr Platz“

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Quartiersentwicklerin Rixa Gohde-Ahrens.

Quartier Essener Straße sucht Räume für Kultur und Soziales

Von Sylvana Lublow
Langenhorn. Eine der größten Herausforderungen des Stadtteilbeirats Essener Straße ist die Raumnot. Etwa fünf kulturelle und soziale Institutionen im Stadtteil würden von mehr Raum profitieren.
„Unsere Idee ist es, eine Möglichkeit zu finden, um alles unter einem Dach unterzubringen“, sagt Rixa Gohde-Ahrens, Quartiersentwicklerin und Leiterin des Stadtteilbüros. Doch ein Standortgutachten vor einigen Jahren brachte keine Lösung. „Es gibt hier im Gebiet Essener Straße bisher kein Gebäude und keinen Platz, um das zu realisieren“, so Gohde-Ahrens. Doch die Not wächst.

Eltern-Kind-Zentrum platzt aus allen Nähten
Da wäre zum Beispiel das Eltern-Kind-Zentrum in der Dortmunder Straße, das nur einen Raum zur Verfügung hat – und der platze schon aus allen Nähten. „Die dürfen keine Werbung mehr machen, weil sie räumlich voll sind.“ Auch die Räumlichkeiten des Vereins „Eva Migra“ seien beengt. Und natürlich sucht das ella Kulturhaus schon lange nach größeren aber vor allem barrierefreien Räumen. „Es gab Überlegungen, ella im zweiten Stockwerk des Lidl-Discounters unterzubringen. Aber diese Idee krankte an der Wirtschaftlichkeit“, so Gohde-Ahrens. Dort, wo jetzt noch das Hotel Tomfort steht, soll demnächst eine Lidl-Filiale gebaut werden. Viel Platz würde es geben – aber keine Garantie darauf, dass ella die Miete erwirtschaften kann. „Ella wird keine zusätzlichen Stellen bekommen und der Träger kann die Kosten nicht tragen. Eine Einnahmequelle müsste her.“ Zum Beipspiel ein Café als Treffpunkt. Diesen Wunsch hegt ella-Leiterin Susanne Jung schon lange. Derzeit werde geprüft, welche Möglichkeiten zur Raumerweiterung es innerhalb der Mauern des Kulturhauses gebe. „Wir sind weiterhin auf der Suche nach mehr Raum. Bis spätestens 2015 wollen wir das Thema auf die Spur bringen“, sagt Gohde-Ahrens. Die kleinste und letzte Idee sei ein visuelles Raumbuchungssystem, das es den Institutionen leichter mache, freie Räume im gesamten Stadtteil zu nutzen.
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