Wo der Himmel die Erde berührt

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„Helfen, es selbst zu tun“: Meilynn (2) nimmt den Montessori-Kernsatz auf dem großen Freigelände wörtlich und hilft Theresa (1) und Livia (2) beim Schaukeln Fotos: fjk

Kita an der Heiligen Familie setzt auf Montessori-Pädagogik

Langenhorn. Die Kindertagesstätte der katholischen Gemeinde ‚Heilige Familie‘ steht nahe bei der Kirche am Tannenweg. Eine Nähe, die Früchte trägt. „Bei uns“, so Renate Latus (56), die Leiterin „sind die christlichen Feste im Jahr wie selbstverständlich Bestandteil des Lebens. Die Kinder erfahren den Grund der Festfreude und tragen sie in ihre Familien.“
Die gehört selbstverständlich mit dazu. „Wir stehen in regem Austausch mit den Eltern, die Zusammenarbeit endet nicht bei den regelmäßigen Elternabenden“ ergänzt die Mutter von sechs inzwischen erwachsenen Kindern. Das Konzept der Kindertagesstätte basiert auf den pädagogischen Leitgedanken der italienischen Ärztin und Reformpädagogin Maria Montessori. Klare Abläufe und Strukturen sowie ein für die Kinder überschaubares Angebot an Spielmaterialien, die eine eigenständige Entscheidung fördern, sind Teil des Konzeptes. Für die Mitarbeiter bietet der Träger die Kostenübernahme einer Zusatzqualifikation an – den Eltern wird Montessoris‘ Kernforderung aus der Sicht des Kindes „Hilf mir, es selbst zu tun . . .“ als tragendes Bindeglied zwischen Kindertagesstätte und Elternhaus nahegebracht.
„Wir begleiten die Kinder liebevoll und unterstützen sie hilfsbereit – das Respektieren und Fördern der Persönlichkeit jedes unserer Kinder, nicht die starre Ausrichtung an einem Konzept ist uns wichtig“ betont die Kindergartenleiterin „So macht arbeiten Freude; Freude, von der alle profitieren“. Im Alltag der Kita spielen nicht nur die christlichen Feste wie Weihnachten oder Ostern eine Rolle – die christliche Ausrichtung leuchtet beim täglichen Gebet genauso auf, wie bei der Gratulationsrunde bei Geburtstagen, an denen die Kinder in altersgerechter Weise Gottes Schutz für das Geburtstagskind erbitten. Mit jedem Kind, so heißt es, berührt der Himmel die Erde – mit jedem Todesfall auch. Tritt der in einer Familie ein, dann dürfen die Kinder auch das thematisieren, können sich mit ihrem Kummer auch hier geborgen fühlen. Gefördert wird die positive Atmosphäre durch die hellen, freundlich und zugleich funktionalen Räume der 2011völlig neu errichteten Kindertagesstätte. In je zwei Krippen- und zwei Elementargruppen werden hier gut 70 Kinder auf Kostenbasis des Kita-Gutschein Systems betreut – wird ihnen geholfen, ‚es selbst zu tun‘. (fjk)
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