Zwei Länder gegen Fluglärm in Hamburg

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Hamburger Plan bezieht auch Schleswig-Holstein ein

Hamburg. Endlich hat die Zusammenarbeit mit Hamburg begonnen. Das ist für Dr. Frank Nägele die wichtigste Entwicklung für Norderstedt zum Dauerthema Fluglärm. Der Staatssekretär aus dem Kieler Verkehrsministerium sprach jetzt mit Politik und Verwaltung über Möglichkeiten und Grenzen der Fluglärmminderung. „Fluglärm macht krank“, stellte er klar.
Bisher musste im Lärmaktionsplan für Norderstedt das Thema Fluglärm außen vor bleiben. Das ist jetzt anders. Punkte aus der Fluglärmschutzkommision werden auch in den neuen Lärmschutzplan für Norderstedt einfließen. „Und das ist dann ein Papier, das auch Hamburg mitträgt“, beschreibt Norderstedts Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote die Zusammenarbeit mit der Hansestadt. „Es ist ein großer Vorteil, dass wir jetzt gemeinsam mit Hamburg arbeiten“, meint auch Jürgen Lange, Ausschussvorsitzender für Stadtentwicklung und Verkehr. In der Fluglärmschutzkommission für den Hamburger Flughafen sind auch Schleswig-Holstein sowie die umliegenden Kommunen vertreten. „Wir sind mit Hamburg auf Augenhöhe“, macht der Staatssekretär ein neues Selbstverständnis des nördlichsten Bundeslandes deutlich. Statt auf Rechte zu pochen, will er Lösungen erarbeiten. „Wo können wir gemeinsam etwas auf den Weg bringen“, sei jetzt die Devise. Ein Baustein dazu: der in der Fluglärmschutzkommision besprochene Zwölf-Punkte-Plan. Statt über die prozentuale Verteilung auf die Start- und Landebahnen zu sprechen, wird über Abkurv-Punkte und -Winkel beim Start, über Tagesrandzeiten und über umschichtige Nutzung der Startbahnen diskutiert. Damit könnten lärmfreie Wochenenden für die betroffenen Gebiete erreicht werden. „Das wird nicht dazu führen, dass der Flughafen keine Geräusche macht“, sagt Nägele. „Wir müssen alles tun, um die Belastungen herunterzufahren. Aber der Flughafen gehört zum infrastrukturellen Rückgrat der Region und den dürfen wir nicht gefährden.“ (now)
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