Bärchen-Stempel statt Medaillen bei Winterspielen in Hamburg

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Gar nicht so einfach dachte sich Laura. Beim Eisblocktransport musste auch sie sich kräftig ans Tau hängenFoto: Maibom

Grundschule am Heidberg veranstaltet mit Erfolg eigene Winterspiele

Hamburg. Wer braucht schon Sotschi, wenn man seine eigenen olympischen Winterspiele in der Turnhalle nebenan realisieren kann? Die Grundschule am Heidberg war schneller als die internationalen Olympioniken. Das Programm ihrer olympischen Spiele haben die Langenhorner Schüler schon längst komplett absolviert.
Die Wettkämpfe unterschieden sich nur marginal von dem, was seit dieser Woche am Schwarzen Meer angeboten wird. Statt Slalomfahren musste ein Parcours auf einem Rollbrett bewältigt werden. An Stelle von Skispringen gab es „jump ‚n‘ reach“. Es musste ein Schneemann gebaut, durch Gletscherspalten geklettert oder auch ein Eisblock am Tau transportiert werden. Es brauchte nicht viel Phantasie, um aus einer großen Sporthalle ein Winterwunderland werden zu lassen.

„Es müssen rund 100 Kinder pro Stunde alle Stationen bewältigen können.
Dazu sollte noch Zeit bleiben, damit jeder die Chance erhält, seine Lieblingsstationen ein weiteres Mal auszuprobieren.“ Maria Diekhoff


Sportlehrerin und Initiatorin Maria Diekhoff hatte noch viele Spieleideen im Hinterkopf. „Wir konnten aber nicht alle realisieren. Es müssen rund 100 Kinder pro Stunde alle Stationen bewältigen können. Dazu sollte noch Zeit bleiben, damit jeder die Chance erhält, seine Lieblingsstationen ein weiteres Mal auszuprobieren“, erklärt die Sportlehrerin. Damit der Ablauf der Veranstaltung reibungslos vonstatten ging, bekam sie Unterstützung von der Klasse 9a der Stadtteilschule am Heidberg. Die sportorientierte Klasse organisiert mit viel Freude Sportveranstaltungen mit. Da passten die Langenhorner Winterspielen perfekt ins Portfolio. Mit viel Herz und immer einer helfenden Hand waren die Jungen und Mädchen sehr engagiert bei der Sache.

Mit der Stempelkarte zum nächsten Wettkampf

Organisatorin Maria Diekhoff ist bei ihren olympischen Winterspielen die zeitliche Nähe zu den großen Spielen wichtig. „Das macht ihre Spiele authentischer. Die Kinder sind dann irgendwie motivierter“, so die Sportlehrerin. Und auf noch ein liebevolles Detail hatte sie im Vorfeld geachtet. Die Stempelkarten, auf denen die Kinder ihre absolvierten Stationen abhaken konnten. Sie wurden mit Bärchen-Stempeln entwertet. Bärchen, die ganz klar an das Maskottchen der olympischen Spiele in Russland erinnerten.
Für einen Großteil der Schüler waren die Langenhorner Winterspiele wenigstens den Verzicht auf den klassischen Unterricht wert. Und anders als die
großen Wintersportler brauchen sie auch nur zwei Jahre auf ihre nächsten Spiele zu warten. Die Olympiade, das ist die Zeit zwischen zwei olympischen Spielen, ist an der Grundschule am Heidberg nämlich nur halb so lang, wie bei den Wettkämpfen, die das Internationale Olympische Komitee beaufsichtigt. (tm)

Info:
Die Olympischen Winterspiele werden noch bis 23. Februar in der russischen Stadt Sotschi am Schwarzen Meer abgehalten. Die Athleten messen sich in 98 Wettbewerben. Zeitverschiebung: In Sotschi ist es drei Stunden später.
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