Hamburg: Hockey-Asse bei Olympischen Spielen

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Fünf für Deutschland. Felix Schneider, Lucas Lampe, Anna Jeltsch, Jannick Rowedder und Anton Körber (von links) wurden für die deutsche Nationalmannschaft bei den olympischen Jugendspiele in Nanjing nominiert Foto: Maibom

Fünf Hamburger Jugendliche von HTHC und UHC nehmen an den Jugendwettbewerben in China teil

Von Thomas Maibom
Hamburg. Es ist ein Flug ins Ungewisse für Anna Jeltsch. Anton Körber, Felix Schneider, Lucas Lampe und Jannick Rowedder. Oder besser gesagt, was die fünf Hamburger Hockeyspieler nach ihrer Ankunft in Nanjing / China erwartet. Denn zusammen mit 13 weiteren Hockeyspielern werden die sie Bundesfarben bei den Olympischen Jugendspielen (16. bis 28. August) vertreten.
Ehrgeizig ist das Quintett der 17- und 18-jährigen. „Wir wollen eine Medaille holen“, klingt es bei ihnen unisono. Dass dies im ungeliebten „Hockey 5“ passieren soll, ficht sie dabei nicht an. „Auch wenn die Regeln anders sind als in unserem Hallenhockey. Wir haben da einen Vorteil. Im Gegensatz zu vielen anderen Nationen kennen wir das Spiel mit der Bande“, sagt Anton Körber vom UHC.
Das Feld hat ein anderes Format, es darf von überall aufs Tor geschossen werden und der Torwart darf bis zur Mittellinie mitspielen. In einem ersten Testspiel trennte sich das deutsche Team von Neuseeland 3:3.
Dass diese Jugendspiele nicht ganz oben auf der Wichtigkeitsskala des Deutschen Olympischen Sportbundes stehen, stört die Hockeyspieler nicht. Weil „Hockey 5“ in Deutschland nach nur einer Testsaison wieder abgeschafft wurde, verzichtete der Verband darauf, seine etatmäßigen Nationalkader zu schicken. Doch auch so fährt mit dem Quintett ein gerüttelt Maß an Qualität. Lucas Lampe vom HTHC und Felix Schneider vom Uhlenhorster HC wurden beispielsweise bereits Deutsche Meister. Und alle deutschen Hockeyspieler eint, dass sie als Trainer in ihren Vereinen aktiv sind. In taktischer Hinsicht ein Plus.

Ein großes Abenteuer

In China bekommen sie es auch mit den „echten“ Auswahlmannschaften der anderen Länder zu tun. Sicher ist, dass das Quintett sein Bestes geben wird. „Das wird ein großes Abenteuer“, schaut Lucas Lampe, der früher beim UHC das Tor hütete, voraus. Die Kamera gehört zum Gepäck dazu wie die Hockeyschläger. „Wir haben genügend Freizeit, um Sightseeing zu machen“, sagt Felix Schneider. Dass die fünf die erste Schulwoche verpassen, ist für sie auch kein Problem. Keine ihrer Schulen wollte diesem sportlichen Highlight im Wege stehen. „In der ersten Woche läuft eh noch nicht so viel Stoff im Unterricht“, sagt Lucas Lampe.
Ende August werden sie mit einem großen Schatz an Erfahrungen heimkehren. Zu dem am besten noch eine olympische Medaille kommt. (tm)

Unter deutsche-olympiamannschaft.de gibt es Infos rund um die Spiele, einen Link zu TV-Übertragungen und die Athletenprofile
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