Hamburg: Vom Absteiger zum Meister

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Grenzenloser Jubel bei den Damen des Uhlenhorster HC: Sie sind erstmals Deutscher Hallenmeister Eine unglaubliche Leistungssteigerung des Teams, das in der Vorrunde sogar auf dem Abstiegsplatz der Nordstaffel gelegen hatte Foto: Maibom

Hockey-Damen des Uhlenhorster HC gewannen „Hamburger Finale“

Hamburg. Beim Uhlenhorster HC gab es wieder eine Deutsche Meisterschaft zu feiern. Dank der besten Saisonleistung wurden die Damen deutscher Hallenhockeymeister. In einem rein Hamburger Endspiel siegten sie mit 7:4 gegen den Club an der Alster.
In der Sporthalle Hamburg fand in diesem Jahr ziemlich spontan die Endrunde um die Deutsche Meisterschaften statt. Eigentlich hätte in Berlin gespielt werden sollen, doch die dortige Halle stand wegen einer Doppelbelegung nicht zur Verfügung. Da die Sporthalle Hamburg frei war und sich die Hamburger Vereine schnell einigten, wurde die DM in der Hansestadt gespielt.
Hamburg stellte mit drei Halbfinalteams fast die Hälfte der Mannschaften. Überraschend hatte der amtierende Männermeister Harvestehuder THC im Viertelfinale verloren. Der Uhlenhorster HC stellte mit den Damen und Herren als einziger Verein Deutschlands zwei Teams im Halbfinale.

Starke Viertelstunde

Die Damen legten vor. Mit 9:6 wurde der Mannheimer HC im Halbfinale geschlagen. Eine ganz starke Viertelstunde in der 1. Halbzeit reichte dem Team von Trainer Claas Henkel, um sich vorentscheidend von 2:2 auf 6:3 abzusetzen. „
Die UHC.Damen waren mit drei Niederlagen in die Saison gestartet und zwischenzeitlich Tabellenletzter der Nord-Gruppe. Doch das Team raufte sich zusammen. Immer mehr Leistungsträgerinnen stiegen im Laufe der Saison beim UHC ein, die Formkurve zeigte beständig nach oben. Souverän qualifizierte sich das Team aus Hummelsbüttel für die Endrunde.
Vor mehr als 2000 Zuschauern zeigten beide Hamburger Teams ein packendes Finale, in dem das 1:0 durch Christina Schütze (4.) die einzige Führung der Alster-Damen war. In einer von zahlreichen Offensivaktionen geprägten 1. Halbzeit waren die UHC-Spielerinnen treffsicherer vor des Gegners Tor. Celine Wilde verwandelte einen Siebenmeter zum Ausgleich (9.). Jana Teschke, Marie Mävers (2.) und Lisa Altenburg sorgten für die 5:2-Pausenführung.
Nach dem Wechsel lauerte Alster zunächst auf eine Schwäche in der UHC-Abwehr. Als sich die nicht offenbarte, nahm Alsters Trainer Jens George seine Torfrau raus. Der UHC spielte fortan in der Defensive in Unterzahl.

Nachsetzen verpasst

Nun wurde UHC-Goalie Yvonne Frank zum Turm in der Schlacht. Ein ums andere Mal parierte die Nationalspielerin die Alster-Torschüsse. Nur 30 Sekunden war sie nicht Chef im eigenen Strafraum. Doch zu diesem Zeitpunkt hatten Teschke und Wilde aber schon auf 7:2 erhöht. Alster verpasste es, nach dem Doppelschlag in der 54. Spielminute nachzusetzen. Geschickt spielten die UHC-Damen die Uhr herunter und sicherten sich ihren ersten Hallentitel. Trainer Claas Henkel war begeistert. „Wow, was für ein Einstand für mich als Damentrainer.“
Ganz anders das Bild bei den Herren. UHC-Trainer Kais al Saadi hatte zwar mit RW Köln den Wunschgegner für das Halbfinale bekommen, aber 5:6 verloren. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff hatte Ricardo Nevado für die 3:2 Führung des UHC gesorgt. Doch mit nachlässigem Abwehrspiel wurde im zweiten Durchgang daraus ein 3:6. Der UHC nahm seinen Keeper in der letzten Viertelstunde permanent vom Feld, erhöhte den Druck, aber mehr als die Anschlusstreffer durch Nevado und Jan-Philipp Rabente sprangen nicht heraus.
Dagegen durfte sich Uhlenhorst Mülheim am Ende des Wochenendes über den ersten Meistertitel seit 27 Jahren freuen. Das Finale wurde 7:5 gewonnen. (tm)
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