Punkt liegen gelassen

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Der eine läuft nach rechts, der andere nach links und der Ball bleibt irgendwo in der Mitte, die Punkte auch. SC Alstertal-Langenhorn und SC Poppenbüttel trennten sich 3:3 im Landesliga-Punktspiel am Beckermannweg. Foto: Maibom

SCALA: Viele Chancen ungenutzt, enttäuschendes Unentschieden

Langenhorn. „Schön, dass wir den Kunstrasenplatz am Beckermannweg haben. So können wir heute wenigstens spielen“, hatte Ralf Rath frohlockt. Doch nach der Partie gegen den SC Poppenbüttel war sich der Manager des SC Alstertal-Langenhorn nicht mehr so sicher, ob es wirklich eine weise Entscheidung war gegen das Team aus dem Nachbarstadtteil zu spielen. Beide Teams trennten sich mit einem 3:3 Unentschieden.
Dem verregneten Wochenende waren drei der fünf Spiele in der Hammoniastaffel der Landesliga zum Opfer gefallen. Den Teams, die schon so früh in dieser Saison Nachholspiele anhäufen, drohen englische Wochen, in denen abwechselnd unter der Woche und am Wochenende gespielt wird. Da in dieser Leistungsklasse keinerlei Profis mitspielern, eine nicht unerhebliche Belastung für die Teams.
Auf dem Kunstrasenplatz am Beckermannweg hatten die Teams keine Probleme, bei der unbeständigen Witterung zu spielen. Immer wieder sorgten heftigste Regenschauer dafür, dass die Zuschauer unter die Regenschirme flüchteten. Die Spieler hatten die Option natürlich nicht, sondern mussten schauen, dass sie das Beste aus den Gegebenheiten machen.
Das Spiel begann eigenwillig. Der SC Poppenbüttel ist abgeschlagene Schlusslicht der Liga und hatte in den bisherigen neun Spielen erst zwei Punkte gesammelt. „Im Prinzip spielt beim SCP aber der Vizemeister des Vorjahres. Das Team macht nur eine schlechte Phase durch und wird da unten mit Sicherheit noch rauskommen“, hatte SCALA-Trainer Carsten Gerdey vor dem Spiel gesagt. Sein Team ließ erstaunlich viele Offensivbemühungen der Gäste zu. Die tauchten dann oft und tief in der Alstertal-Langenhorner Hälfte auf, versprühten aber zunächst wenig Torgefahr.
„Wir hätten das Match in der ersten Halbzeit entscheiden müssen“, sagte Carsten Gerdey verstimmt über die mangelhafte Chancenauswertung seines Teams. Neun eigene Chancen bei nur einem Torschuss von Poppenbüttel zählte der SCALA-Trainer vor der Halbzeit. Doch alles was der Schiedsrichter auf seinem Spielbericht notierte, war der Treffer von Jendrik Bauer aus der 42. Minute. Zu wenig, wie sich in der Bilanz der gesamten 90 Minuten herausstellte.
Denn mit dem Wiederanpfiff war die Überlegenheit der Fußballer aus Langenhorn dahin. Beide Teams spielten auf Augenhöhe. Und als nächstes durften die Poppenbütteler Torjubel anstimmen. Mit einem Doppelschlag gingen sie nach einer Stunde Spielzeit mit 2:1 in Führung. Dann schwächte sich der Gastgeber, als Ebrahim Jami die gelb-rote Karte gezeigt bekam. Doch den Gastgebern gelang es mit einer Energieleistung und zwei weiteren Treffern ihres Kapitäns Jendrik Bauer doch noch einen Punkt zu gewinnen. Bauer erzielte noch zweimal den Ausgleich. „So dicht, wie das obere Drittel und die Abstiegsplätze in dieser Saison zusammen liegen, ist ein Punkt aus solch einem Spiel zu wenig“, ärgerte sich Carsten Gerdey nach dem Spiel. Auf der anderen Seite war der Alstertal-Langenhorner Trainer nach diesem Spielverlauf froh, überhaupt noch einen Zähler mitgenommen zu haben. Als Tabellenneunter hat der SC Alstertal-Langenhorn weiter nur drei Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsrang.
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