SCALA als Quartiersverein etablieren

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Andreas Brannasch ist der neue Geschäftsführer des SC Alstertal-Langenhorn.Foto: tm

Andreas Brannasch ist neuer hauptamtlicher Geschäftsführer des SC Alstertal-Langenhorn

Langenhorn/Fuhlsbüttel. Sportvereine, insbesondere größere, sind heutzutage kaum noch ehrenamtlich zu führen. Der SC Alstertal-Langenhorn geht jetzt mit der Zeit und hat einen hauptamtlichen Geschäftsführer gewählt. Andreas Brannasch wird den Großsportverein in Zukunft führen. „Die Arbeit ist ein Fulltime-Job. Ich werde die Richtung vorgeben, in die der Verein steuert“, sagt er. Dafür bekommt der SC Alstertal-Langenhorn eine neue Organisationsstruktur. Brannasch als hauptamtlicher Geschäftsführer leitet den Verein, er muss dem Aufsichtsrat aber Rechenschaft über seine Aktionen ablegen. Bewährte Entscheidungselemente des Vereins wie der Vereinsrat werden nicht angetastet. Der SC Alstertal-Langenhorn orientiert sich mit dieser Struktur an anderen Hamburger Großvereinen wie dem Eimsbütteler TV oder der TSG Bergedorf.
Beim SC Alstertal-Langenhorn ist der 54-Jährige kein Unbekannter. Der gelernte Sportwissenschaftler war 22 Jahre bei der AOK Hamburg im Marketing-Bereich tätig. In seiner Jugend spielte Brannasch Fußball, dann widmete er sich dem Karate. Er ist Träger des 4. Dans, hat also den schwarzen Gürtel. 2008 hat er beim SC Alstertal-Langenhorn die Karate-Sparte gegründet, 2009 übernahm er die Redaktion beim Sportspiegel. Seine Frau Petra war lange Jahre die Zentralfigur der Turnabteilung. „Ich möchte erst wissen, wie beim SC Alstertal-Langenhorn die kleinen Rädchen drehen, ehe ich mich den große widme“, sagt Brannasch über seine Arbeit als Geschäftsführer.
Er übernimmt den SC in einer Phase des Umbruchs. Immer mehr Ganztagsschulen entstehen. Den Sportvereinen brechen die Trainingszeiten weg, die Schulen gründen eigene Sportvereine als Konkurrenz für SCALA.
„Wir müssen den SC Alstertal-Langenhorn als Quartiersverein etablieren. Wenn man in Fuhlsbüttel und Langenhorn Sport sagt, muss man zuerst an SCALA denken. Dafür müssen wir uns stärker in den Stadtteilen engagieren“, sagt Andreas Brannasch. Der SC Alstertal-Langenhorn wird unter seiner Ägide ein Breitensportverein bleiben. Leistungssport sei nur machbar, wenn finanzierbar. „Ich würde eher in Gesundheitssport investieren. Und auch die Tatsache, dass unsere Gesellschaft immer älter wird, müssen wir bei der Entwicklung des SC Alstertal-Langenhorn berücksichtigen.“ Er sehe aber auch, dass Leistungssport einem Verein ein attraktives Profil geben kann, es sei aber dem einfachen Mitglied schwer vermittelbar, warum seine Mitgliedsbeiträge statt in gute Trainer oder Sportstätten in ein oder zwei hochklassig spielende Mannschaften investiert würden. Doch trotz der Erfolge wie im Basket- oder Volleyball, wo die Damenteams jeweils in die dritthöchste Liga Deutschlands aufgestiegen sind, wird die Unterstützung durch den Verein auch unter Brannaschs Regie nur im vertretbaren Rahmen stattfinden. (tm)
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