Sie wollen in die Oberliga

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Die Szene direkt vor dem Ausgleich. Scala-Kapitän Jendrik Bauer ist der Dassendorfer Abwehr entwischt und schießt aufs Tor. Den vom Gäste-Keeper abprallenden Ball brauchte Tim Mikko Hallenga nur noch über die Linie zu drücken Foto: Maibom

Scala-Kicker spielen Unentschieden gegen Dassendorf

Von Thomas Maibom
Langenhorn. Der SC Alstertal-Langenhorn wahrt alle Chancen auf den Aufstieg in die Oberliga Hamburg. Grund ist ein 1:1 im ersten Relegationsspiel gegen den TuS Dassendorf. Ein unerwarteter Erfolg für den Außenseiter.
Ungleiche Gegner
Das Kräfteverhältnis vor dem ersten der beiden Relegationsspiele war klar verteilt. Auf der einen Seite der SC Alstertal-Langenhorn als Vizemeister der Hammonia-Staffel mit 56 Punkten, auf der anderen Seite der TuS Dassendorf, Landesliga-Vizemeister aus der Hansa-Staffel mit 73 Punkten. „Außerdem könnten wir mit dem Dassendorfer Etat rund acht Jahre spielen“, sagt SCALA-Trainer Oliver Kral über die ungleichen Voraussetzungen in den Spielen um den Oberliga-Aufstieg.
Doch, das weiß der Volksmund schon lange, die Wahrheit liegt auf dem Platz. Und auf der Sportanlage auf der Siemershöh trafen zwei Teams auf Augenhöhe aufeinander. Dassendorf hatte mehr vom Spiel, war aber vor dem Alstertal-Langenhorner Tor erstaunlich ungefährlich. Auf der anderen Seite fuhr der SC Alstertal-Langenhorn immer wieder gute Konter. So spielte sich das Spiel zwar größtenteils in der Alstertal-Langenhorner Spielhälfte ab, echte Torchancen waren aber auf beiden Seiten Mangelware.
Der TuS Dassendorf nutzte seine zweite. Nach einem Foul in der Nähe des rechten Strafraumwinkels traf Ricardo Nunes.

„Ich hätte zu gerne gewusst, wie Dassendorfs Antwort gewesen wäre, hätten
Tim Mikko Hallenga oder Jonas Drescher die anderen riesigen Möglichkeiten, die wir hatten, genutzt.“
Oliver Kral


Sein Freistoß flog unberührt von Freund und Feind quer durch den Alstertal-Langenhorner Strafraum und ins Toreck. Nach 17 Minuten schien das Spiel seinen erwarteten Lauf zu nehmen.
Doch die Alstertal-Langenhorner Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Auf der rechten Seite wurde Kapitän Jendrik Bauer steil geschickt. Der narrte seinen Gegenspieler, lief allein auf Keeper Stanislaw Lenz zu. Letzter konnte den Schuss von Bauer zwar parieren, aber der Ball prallte genau Tim Mikko Hallenga vor die Füße. Der hatte nur eine Minute nach dem Rückstand keine Schwierigkeiten, den Ball ins leere Tor zu befördern. „Ich hätte zu gerne gewusst, wie Dassendorfs Antwort gewesen wäre, hätten Tim Mikko Hallenga oder Jonas Drescher die anderen riesigen Möglichkeiten, die wir hatten, genutzt“, sinniert Oliver Kral.
So blieb es aber beim 1:1, das beiden Teams alle Chancen auf den Aufstieg bietet. Denn das ist inzwischen sicher: Eine der beiden Mannschaften wird aufsteigen. Und sollte Eintracht Norderstedt den Sprung in die Regionalliga schaffen, dann darf auch der Verlierer der Relegationsspiele nächste Saison in der Oberliga Hamburg spielen. „Aber erst einmal schauen wir auf unsere eigenen Möglichkeiten. Sollten wir am 1.Juni in Dassendorf verlieren, dann sind wir anschließend alle ein bisschen Eintracht“, philosophiert Oliver Kral.
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