Ein Garten für KiTa Lillesand

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Jelena (6) gießt mit Unterstützung die Tomatenpflanzen, Projektleiterin Kristin Tauschke (r.) gibt noch ein paar Tipps zur Handhabung der schweren Gießkanne Foto: Nowatzky
Norderstedt: Berliner Allee 34A |

Urban Gardening für die Jüngsten. Stadtbücherei Garstedt leiht Fläche für Gemüsegarten

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt
Behutsam drückt Sarah die Erde um die empfindliche Tomatenpflanze fest. Zum ersten Mal dürfen die Kinder der KiTa Lillesand mit ihren Erzieherinnen nach Herzenslust gärtnern, denn die Stadtbücherei Garstedt hat sie in den ehemaligen Lesegarten hinter dem Haus eingeladen. Leiterin Karin Sträter wollte die Grünfläche hinter dem Haus nicht länger ungenutzt lassen, zunehmende Vermüllung und ungebetene Gäste hatten vor einem guten halben Jahr die Einzäunung der kleinen grünen Oase nötig gemacht. Ein Artikel im Wochenblatt brachte Sträter auf eine Idee: „Urban Gardening“, von Bürgern liebevoll gepflegtes und genutztes öffentliches Grün. Kerstin Zacher, Leiterin des Amtes Natur und Landschaft war Feuer und Flamme, gab Tipps zur möglichen Umsetzung. Die Kollegen der Kinderbuchabteilung brachten schließlich einen möglichen Kooperationspartner ins Spiel: Die KiTa Lillesand am Herold-Center. Für die zwei Krippen und eine Elementargruppe gibt es kein eigenes Außengelände, zum Spielen gehen die Gruppen immer auf den Spielplatz direkt neben der Bücherei. „Ein Traum für uns, jetzt haben wir endlich die Möglichkeiten einen Garten zu nutzen“, schwärmt Thimo Lindner, Leiter der KiTa und klimpert verstohlen mit den gerade überreichten Schlüsseln für den Gartenzaun. Sogar an einem Wettbewerb wollen die Kinder direkt teilnehmen: Am „Tomaten-Wettbewerb“ des Martin-Meiners Fördervereins im Kreis Segeberg mit 72 weiteren KiTas und Grundschulen. Seit der Kooperationsvertrag geschlossen ist, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. „Wir haben Erde gekauft und Samen reingedrückt“, erzählt die 5-jährige Erika stolz. Karotten, Paprika, Bohnen und vor allem Tomaten haben die
25 Kinder der Elementargruppe „Wölfe“ mit Projektleiterin und Erzieherin Kristin Tauschke in selbstgebastelten Gewächshäusern und Tüten überall in der KiTa vorgezogen. Währenddessen hat das Betriebsamt grüne Pflanzkästen gebaut und mit Erde gefüllt im Garten der Stadtbücherei aufgestellt, einen Geräteschuppen hat das Natur- und Landschaftsamt spendiert und eine Regentonne steht nahe am Zaun und wird auf dem Weg von den Mitarbeitern des Betriebsamtes immer mal wieder für die kleinen Gärtner mit Wasser gefüllt. Jetzt, nach den Eisheiligen, ist es endlich so weit: Die vorgezogenen Pflanzen dürfen in die Kästen und die kleinen Gärtner endlich buddeln und gießen. „Das macht am meisten Spaß“, meint Sarah (6) und drückt die Tomatenpflanze ordentlich mit den Händen fest.
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