Sparkasse schließt zwei Filialen

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Mitte Juli schließt die Sparkasse Südholstein ihre Filiale am Herold-Center. Anfang nächsten Jahres folgt die in Glashütte Foto: Fuchs
Norderstedt: Ohechaussee 5 |

Eine neue Niederlassung entsteht in der Norderstedter Ohechaussee

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt/Henstedt-Rhen/Bönningstedt
In Norderstedt schließt die Sparkasse Südholstein zwei ihrer drei Geschäftsstellen und macht dafür eine neue auf, kündigte jetzt Vorstandschef Andreas Fohrmann an. So wird bereits zum 14. Juli die die Filiale am Herold-Center geschlossen. Im Frühjahr nächsten Jahres folgt die Geschäftsstelle in Glashütte in der Tangstedter Landstraße 502, die dann in eine reine Selbstbedienungs-Geschäftsstelle mit Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker, aber ohne Bankberater umgewandelt wird. Dafür soll dann im ehemaligen Postgebäude an der Ohechaussee 5 eine komplett neue Filiale mit den Mitarbeitern aus Glashütte eingerichtet und fertiggestellt sein. „Wir haben die Räume von der Post angemietet“, erklärt Fohrmann.

Neue Standorte unerlässlich

Die Sparkasse Südholstein wird dann neben der Hauptfiliale an der Ulzburger Straße/Waldstraße nur noch an der Ohechaussee vertreten sein. Als Begründung für diese Einschränkung der Bankberatung in Norderstedt führt Fohrmann an: „Wir müssen dahin gehen, wo die Kunden sind.“ Und die befänden sich heute überwiegend im virtuellen Raum, einer Art Internet-Geschäftsstelle der Sparkasse, wie hausinterne Untersuchungen ergeben hätten. Demnach würde der Kunde im Durchschnitt nur noch ein- bis zweimal im Jahr eine mitarbeitergeführte Geschäftsstelle aufsuchen. Während er 120-mal im Jahr seinen Bankberater über das Callcenter anriefe und sogar täglich mit dem Smartphone oder Laptop seine Bankgeschäfte online und mobil erledige. Seit 2014 habe sich das Onlinebanking des Sparkassenkunden zum Teil verdreifacht, während der persönliche Besuch einer Filiale immer weiter zurückgehe. An der Ohechaussee sei es erheblich belebter als in Glashütte. „Da hat sich Norderstedt anders entwickelt als wir es vor Jahrzehnten erwartet hätten. Wir sind nicht da, wo die Kunden sind.“

Der mobile Mitarbeiter

Umstellen müssen sich auch die Sparkassen-Kunden im benachbarten Bönningstedt. Dort wird mit Wirkung zum 29. September dieses Jahres die Geschäftsstelle in der Bahnhofstraße zugemacht und dafür im dortigen Rewe-Markt ein Geldautomat der Sparkasse aufgestellt werden. Auch Ende September wird die Filiale in Henstedt-Rhen geschlossen. Als eine Art Ausgleich soll dort einmal in der Woche ein gepanzertes Fahrzeug als „Sparkasse auf vier Rädern“ für zweieinhalb Stunden Halt machen, damit darin die Kunden ihre Geldgeschäfte erledigen können. Bürgermeister Stefan Bauer reicht das nicht aus. Er fordert die Sparkasse auf, statt einem, an mindestens zwei Tagen den Service der mobilen Filiale auf dem Rhen anzubieten und dort einen Bankautomaten aufzustellen.
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