Unterstützung für bessere Bildung

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Die Schüler Celina Werner (v.l.), Karan Shamoyan bekommen Hilfe von Maren Voßhage-Zehnder, Antke Kreft, Ingetraud Schröder und Jürgen Peters Foto: blu

Rotarier schicken zwei Quickborner zur Sommerakademie

Quickborn. Während ihre Mitschüler im Freibad oder am Strand faulenzen, büffeln Celina Werner (15) und Karan Shamoyan (14) Mathe und Deutsch. Die beiden Quickborner „Risikoschüler“ besuchen in den großen Ferien die Leuphana-Sommerakademie in Scheersberg bei Flensburg. Ein dreiwöchiges Intensivprogramm bereitet 38 Achtklässler aus Hamburg und Schleswig-Holstein – darunter sieben aus Quickborn, zwei aus Henstedt-Ulzburg und einer aus Barmstedt - auf ihren Hauptschulabschluss vor. Das Projekt wurde an der Universität Lüneburg entwickelt und von 22 Rotary-Clubs, darunter den Quickborner Rotariern mit 240.000 Euro unterstützt. „Die beruflichen Qualifikationen und Leistungsanforderungen in unserer Gesellschaft sind erheblich gestiegen“, weiß Initiator Rüdiger Lang, „im Norden verlässt jeder 15. Schüler die Schule ohne Abschluss – dem möchten wir entgegenwirken. Auch sozial benachteiligte Jugendliche verdienen Chancen.“ Die Akademie-Teilnehmer absolvieren dabei ein straffes, ganzheitliches Tagesprogramm und werden von Lerntherapeuten, Pädagogen, Psychologen und Trainern betreut. Morgens stehen Mathe, Lesen und Bewerbungstraining auf dem Plan, nachmittags Sport und Musicalproben. „Ziel ist, dass die Jugendlichen mehr Selbstbewusstsein bekommen und bewusster mit ihrer Zukunftsplanung umgehen“, sagt Maren Voßhage-Zehnde, Projektleiterin der Leuphana-Universität, die bereits seit 2007 in verschiedenen Regionen 40 Sommercamps für insgesamt 1.100 Jugendliche veranstaltet hat. „Die hohe Erfolgsquote hat uns überzeugt“, sagt Rotarier
Rüdiger Lang. Mehr als 95 Prozent der Teilnehmer schaffen den Abschluss und den direkten Übergang in eine weitere Schul- oder Berufsausbildung. Ein wichtiger Punkt des Konzepts ist die kontinuierliche Nachbetreuung der Jugendlichen. Ein Jahr lang bis zum Schuljahresende treffen sie sich wöchentlich mit Studenten, die Ansprechpartner vor allem für soziale Probleme sind. Auch für Celina, die Großes vor hat. „Ich weiß, dass ich mit einem schlechten Schulabschluss kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt habe. Ich möchte unbedingt bessere Noten bekommen und den Realschulabschluss schaffen“,erklärt die 15-Jährige. (blu)
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