Obst und Gemüse selbst produzieren

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Der Traum von der Scholle: Die Gärten in Norderstedt sind vorbereitet Fotos: wb
Norderstedt: Grüner Weg 47 |

Vor allem Städter sehnen sich nach Gemüse Marke Eigenanbau, „meine ernte“ in Norderstedt macht's möglich

Von Olaf Jenjahn
Norderstedt
Der Wunsch, frisches und vor allem regionales Obst und Gemüse zu konsumieren, wird immer größer. Während dieser Wunsch in ländlicher Gegend einfach umzusetzen ist, haben Stadtbewohner oft nur die Möglichkeit, im örtlichen Supermarkt oder per Lieferdienst auf regionale Produkte zuzugreifen. Nun können Interessierte aber ihre Rohkost selbst säen, pflanzen und ernten. Seit 2010 bietet das Unternehmen „meine ernte“ in Zusammenarbeit mit Gärtnereien und Höfen an mittlerweile 26 Standorten in Deutschland bepflanzte Miet-Gemüsegärten an. In Norderstedt kann auf dem Hof Rehders (Grüner Weg 47) nach Herzenslust gegärtnert werden.

Eröffnungsfest am 27. April

Am Donnerstag, 27. April, um 18 Uhr, startet der Hof Rehders mit einem Eröffnungsfest in die neue Gartensaison. „Die Besucher lernen die Gemüsegärten vor Ort kennen und können auch einen der letzten Gemüsegärten ergattern. Wir erklären die Anpflanzungen und schneiden später ein rotes Band zur Eröffnung durch. Danach werden die Gärten besichtigt“, sagt Kathrin Rehders, die den Hof in fünfter Generation führt. 20 verschiedene Gemüsesorten werden vorab von den Pflanzprofis vor Ort angebaut und können später von den Hobbygärtnern begleitet werden. Damit die Ernte gelingt, wird den Gärtnern ein Rundum-Sorglos-Paket zur Verfügung gestellt, dass aus einer Gartenhütte mit Gartengeräten und Gießwasser besteht. Weitere hilfreiche Unterstützung kommt in Form eines Gärtnerbriefes, der genau auf den Standort Norderstedt abgestimmt ist, den Zugriff auf das „Gärtnerlexikon“ sowie regelmäßigen Sprechstunden direkt vor Ort.

Platz für Wunschgemüse

Und so können auf den 45 (199 Euro pro Saison) oder 90 (369 Euro) gemieteten Quadratmetern Kartoffeln, Möhren, Radieschen oder Zwiebeln angebaut und geerntet werden. Erst vor wenigen Tagen wurden die Beete der 120 Gärten angelegt und die Gemüsesorten angepflanzt oder ausgesät. „In vier Wochen kann die erste Ernte eingefahren werden. Die Radieschen sollten dann so weit sein“, sagt Kathrin Rehders. Außerdem bleibt auf den Gemüsebeeten auch noch etwas Platz für eigenes „Wunschgemüse“.

Zwei bis drei Stunden pro Woche

„Rund zwei bis drei Stunden sollten wöchentlich investiert werden, um den Garten zu pflegen. Gießen, Unkraut jäten und ernten“, sagt Kathrin Rehders, die nun bereits im fünften Jahr Partner der Aktion von „meine ernte“ ist und nicht nur Gemüsefreunde aus Norderstedt, sondern auch Hamburg oder Henstedt-Ulzburg begrüßen kann. Der Vorteil am Gemüsegarten unter freiem Himmel ist, dass er auch im Sommer nicht unbedingt täglich gegossen werden muss.

Weitere Infos: Meine Ernte
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