Neues Wohnquartier in Groß Borstel

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Mega-Bauprojekt „Tarpenbeker Ufer“: Hier werden 750 Wohnungen gebaut Visualisierung: Otto Wulff GmbH
 
Diese Grundsteinlegung gefiel Bürgermeister Olaf Scholz sichtlich Foto: ch
Hamburg: Tarpenbek Ufer |

Startschuss für Bauprojekt Tarpenbeker Ufer – 750 Wohnungen, teils öffentlich gefördert sollen entstehen

Von Christian Hanke
Groß Borstel
Jetzt geht es richtig los: Tarpenbeker Ufer, das größte Bauvorhaben in Groß Borstel und das zweitgrößte im Bezirk Hamburg-Nord, auf der Fläche des früheren Güterbahnhofs Lokstedt an der Güterumgehungsbahn, ist in die Realisierungsphase getreten. Auf drei der insgesamt zehn Baufelder stehen bereits die Kräne. Fundamente werden gelegt. 750 Wohnungen umfasst das ganze Bauvorhaben. Bürgermeister Olaf Scholz ließ es sich nicht nehmen, zur Grundsteinlegung zu kommen. Auch die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Dorothee Stapelfeldt, war erschienen. Der Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Nord, Harald Rösler, Stefan Wulff, der geschäftsführende Gesellschafter der Otto Wulff Bauunternehmungen, die hier baut und Peter Kay, einer der beiden Vorstände der Baugenossenschaft Freier Gewerkschaften e.G., nahmen zusammen mit Scholz die Zeremonie der Grundsteinlegung vor. Der Bürgermeister zeigte sich begeistert von dem Bauvorhaben, pries es als Beispiel dafür, „wie bezahlbares attraktives Wohnen“ in Hamburg aussehen kann.

„Faire Beteiligung“


Harald Rösler lobte Stefan Wulff, der sich „als erzsolides Hamburger Traditionsunternehmen“ auf „faire Beteiligungsverfahren“ mit der Groß Borsteler Bevölkerung eingelassen habe. „Mit diesem Projekt“, so Rösler weiter, „gelingt uns ein vernünftiger Schritt, um die lange Zeit Besorgnis erregende Abwärtsspirale Groß Borstels aufzuhalten und umzudrehen.“ Für die Otto Wulff Bauunternehmungen ist Tarpenbeker Ufer „ein historischer Meilenstein“, wie Stefan Wulff ausführte, denn es ist das größte zusammenhängende Bauvorhaben der Unternehmensgeschichte. Auch Wulff freute sich über den Dialog mit den Borstelern, den er als „sehr offen und konstruktiv“ bezeichnete. Wulff freut sich auch über den Bau der Fußgängerbrücke über die Tarpenbek: „Das ist ein Symbol und eine Verbindung zwischen dem alten und dem neuen Quartier.“ Peter Kay freute sich ebenfalls, nachdem er die Verteuerung von Grund und Boden im Baugewerbe heftig kritisiert hatte. Die Baugenossenschaft Freier Gewerkschaften baut in den Bauabschnitten 9 und 10, mit denen jetzt begonnen wurde, 210 Mietwohnungen, von denen 93 im ersten Förderweg (klassische Sozialwohnungen) und 42 im zweiten Förderweg (für Menschen mit mittleren Einkommen) finanziert wurden. Im dritten Baufeld (8), in dem jetzt ebenfalls begonnen wurde zu bauen, entstehen 60 Eigentumswohnungen.

Ein Drittel gefördert


Auf dem 118.000 Quadratmeter großem Areal sollen von den 750 geplanten Ein- bis Vierzimmerwohnungen 225 öffentlich gefördert werden. Heller Putzbau wird dominieren. Alle Wohnungen werden Aufzüge haben, viele auch Balkone und Logias. Über 300 Bäume werden gepflanzt, Grünflächen angelegt. An Kindertagesstätten und Sportmöglichkeiten wird es nicht fehlen. Eine 800 Meter lange Lärmschutzwand wird das Wohnquartier von der Trasse der Güterumgehungsbahn trennen. Die ersten Wohnungen der drei Baufelder 8, 9 und 10 werden Anfang 2019 bezugsfertig sein. Mit dem Abschluss aller Bauarbeiten wird 2021 gerechnet.
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