Steuerbüro Günter Kahra

Anzeige

Steuerfreie Arbeitgeberleistung

Billstedt. Aufgrund der ständig steigenden Abgabenlast ist es sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer von großem Interesse, Teile des Entgeltes steuer- und sozialversicherungsfrei zu belassen. Nachfolgend erhalten Sie eine Übersicht:
Annehmlichkeiten: Getränke und Genussmittel (z.B. Kaffee, Tee, Gebäck, Obst, etc.), die der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer zum Verzehr im Betrieb überlässt.Aufmerksamkeit: Geschenke an Arbeitnehmer oder deren Angehörigen anlässlich eines persönlichen Ereignisses (z.B. Geburtstag, Hochzeit, Dienstjubiläum, etc.) bis 40 Euro brutto pro persönlichen Anlass. Arbeitsessen, wenn es sich um einen außergewöhnlichen Arbeitseinsatz im Betrieb handelt, bis 40 Euro brutto. Erholungsbeihilfe: Arbeitgeber können Ihren Arbeitnehmern 1-mal jährlich Erholungsbeihilfen für Urlaub von maximal 156 Euro je Arbeitnehmer zzgl. 104 Euro für den Ehegatten und 52 Euro für jedes Kind, das mit im Haushalt lebt, zahlen. Die Zahlung muss innerhalb von drei Monaten vor bzw. nach dem Urlaub gezahlt werden. Erholungsbeihilfen unterliegen aber der pauschalen Lohnsteuer von 25 Prozent, sind dann aber sozialversicherungsfrei.
Fahrtkosten: Erstattungen für Jobtickets oder für Fahrten Wohnung – Arbeitsstätte (maximal 0,30 € pro Kilometer für die einfache Entfernung) können vom Arbeitgeber an den Arbeitnehmer geleistet werden. Diese können pauschal mit 15% versteuert werden und sind dann sozialversicherungsfrei.
Gesundheitsförderung: Leistungen des Arbeitgebers zur Förderung der Gesundheit seiner Arbeitnehmer sind bis zu 500 Euro pro Jahr lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Diese Leistungen müssen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden. Es dürfen Kosten für Gesundheitskurse zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes (Primärprävention) und für die betriebliche Gesundheitsförderung ersetzt werden. Hierunter gehören u.a.: Bewegungsgewohnheiten/arbeitsbedingte körperliche Belastungen, Ernährung/Betriebsverpflegung, Stressbewältigung/Entspannung/psychosoziale Belastungen, Suchtmittelkonsum (z.B. Förderung des Nichtrauchens). Was genau hierunter fällt, sollte vorab mit der Krankenkasse abgestimmt werden. (Hierunter fallen nicht Beiträge zu Fitnessstudios oder Sportvereinen!) Voraussetzung ist, dass die Rechnung dem Arbeitgeber vorgelegt wird.
Kinderbetreuung: Zusätzlich zum Arbeitslohn erbrachte Leistungen des Arbeitgebers für die Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern sind lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Die Rechnung muss vorliegen. Sachbezüge: Hierunter versteht man Sachzuwendungen an Arbeitnehmer zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn bis maximal 44 Euro monatlich. Auch Benzin-/ Warengutscheine und die Übernahme des Beitrags zum Fitnessstudio fallen hierunter. Voraussetzung ist, dass dem Arbeitnehmer kein Wahlrecht zwischen Barlohn und Sachbezug eingeräumt werden darf. Der Gutschein sollte folgende Angaben beinhalten: Name und Anschrift des Arbeitgebers, Name des Arbeitnehmers, Ausgabedatum. Der Arbeitnehmer muss den Empfang des Gutscheins quittieren. Bei der Übernahme der Kosten für das Fitnessstudio bzw. Sportverein sollte der Vertrag direkt mit dem Arbeitgeber abgeschlossen werden. Sollte dies nicht möglich sein, muss der Beitrag aber vom Betriebskonto bezahlt werden, damit die Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit eintritt. (pi)

Steuerbüro Günter Kahra, Möllner Landstraße 12, 22111 Hamburg, Tel.: 040 / 736127-0
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige