Fahrrad-Parkkonzept fürs Komponistenviertel? Geldverbrennung für Fortgeschrittene!

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Die Mehrheitskoalitionäre von SPD und Grünen legen es offenbar darauf an, den Bezirk Nord möglichst medienwirksam an prominenter Stelle zu platzieren: Nämlich im nächsten Bericht des Rechnungshofes, in dem wieder die sinnlose Verschwendung von Steuergeldern angeprangert werden wird.


Mit dem in der Sitzung der Bezirksversammlung vorgelegten Antrag der SPD- und Grünen-Fraktion zeigten Abgeordnete beider Parteien wieder einmal, was sie von den fachlichen Kompetenzen des Bezirksamtes und seinen Mitarbeitern halten – nämlich nichts. Stattdessen soll für den stattlichen Betrag von 50.000 € ein externes Planungsbüro damit beauftragt werden, die Quadratur des Kreises zu versuchen: Abstellflächen für Fahrräder im Komponistenviertel in Barmbek zu finden.

Wie der Bezirksamtsleiter an anderer Stelle klar machte, haben seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Bedarfe und Gebiet gut im Blick. Ein Gutachten würde demnach keine zusätzlichen Erkenntnisse bringen. Was also bezweckt der gemeinsame Antrag?

Richtig: Es ist ja Wahlkampf! Statt den Wählerinnen und Wählern die bittere Wahrheit selbst zu sagen, möchte Rot-Grün sich hinter einem Gutachten verstecken, das zu einem Ergebnis gelangen wird, das alle schon kennen: Radstellplätze werden nur zu Lasten der ohnehin knappen PKW-Parkplätze gehen. Denn auch ein noch so teures Gutachten wird bei der engen Bebauung des hier diskutierten Gebietes keine neuen Räume schaffen können.

Der grüne Koalitionspartner träumt also weiter davon, die Menschen durch strenge Reglementierung erziehen zu können. Die schönsten (übrigens schon ohne Gutachten) angedachten zentral gelegenen Fahrrad-Parkhäuser oder Pavillons werden die Menschen nicht dazu veranlassen, ihr Fahrrad weiter als 50 Meter von der eigenen Haustür abzustellen, um die restliche Strecke zu Fuß zurückzulegen. Stattdessen wird sich durch eine solche Maßnahme der Konkurrenzdruck zwischen Radfahrern und Autofahrern weiter verschärfen – mit unabsehbaren Folgen für alle weiteren Verkehrsteilnehmer.

Die Piraten forderten: Spart das Geld oder gebt es sinnvoller aus!
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Elke Noack aus Rahlstedt | 17.02.2017 | 20:48  
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