Gemeinde „Heilige Familie“ hilft Kitas in Tansania

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Die Gäste aus Tansania mit Pfarrer Dietmar Wellenblock (li.) und Gastgeber Gulfam Malik (2.v.r.) auf der Rathaustreppe Foto: Krause

Katholische Kirchengemeinde begrüßt afrikanische Gäste in Langenhorn

Langenhorn Seit etlichen Jahren finanziert die katholische Gemeinde „Heilige Familie“ mit Spenden und der Hälfte des Erlöses ihres Christkindl-Marktes – die andere Hälfte ist für Obdachlose in Hamburg bestimmt – zwei Kitas in der Partnergemeine Ludilu, tief im Hinterland von Tansania. „Schon von Beginn dieser Verbindung stand fest“, so Gabriele Krause, die für die Organisation des Besuchs verantwortlich ist, „es sollte eine Partnerschaft und kein einseitiger Geldtransfer werden.“ Deshalb besuchten mehrfach Langenhorner Ludilu auf eigene Kosten – war vor vier Jahren eine Delegation von dort zu Gast in Familien der „Heiligen Familie“. Für beide Seiten waren die Begegnungen eine Bereicherung, wuchs das Verständnis für die jeweils andere Mentalität. Nun konnte die Gemeinde am Tannenweg wieder Gäste aus ihrer Partnergemeinde begrüßen. In drei Wochen mit einem dicht gepackten Programm wollen sie ihren Freunden aus Afrika nicht nur die Highlights Hamburgs zeigen. Besonderer Schwerpunkt wird bei diesem Besuch den Kindertagesstätten und der Schule der katholischen Pfarrei „St. Katharina von Siena“, zu der die „Heilige Familie“ gehört, eingeräumt. Darum sind die entsprechenden Fachkräfte aus Tansania mit von der Partie, ist ein reger Gedankenaustausch angestrebt. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Gemüseanbau, denn alle betreiben zusätzlich zu ihrer Arbeit Gemüse und Maisanbau, um den Lebensunterhalt zu sichern. Deshalb sind die Langenhorner Thorsten W. Busch aus Wittorf – vielen als „Gemüse-Busch“ vom Wochenmarkt bekannt – dankbar, dass er den Gästen aus Afrika ganz praktische Einblicke in seinen Betrieb geben kann. Gleiches gilt für den Langenhorner Tischlermeister Samuel Rieger. Für Tischlermeister Charles, ebenfalls Delegationsmitglied, ist ein Einblick in eine hiesige Tischlerei ebenfalls ein wichtiger Programmpunkt. Doch zuerst zeigten die Langenhorner ihren Gästen das, worauf die Hamburger besonders stolz sind: das Rathaus, wo sie der Bürgerschaftsabgeordnete Gulfam Malik herzlich begrüßte und gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Rashid Ahmad Bajwa durch die imposanten Räume führte. Über Petri-Kirche, Bischofsturm, Trostbrücke und St. Katharinen ging es durch die Speicherstadt und HafenCity an die Magellanterasse, wo mit dem historischen Feuerlöschboot „Repsold“ ein weiterer Höhepunkt – eine zweistündige Fahrt durch den Hafen – wartete. Bei Kaiserwetter zeigte sich die Hansestadt von ihrer Schokoladenseite. Auch wenn die sprachliche Verständigung für beide Seiten durchaus eine Herausforderung ist, steht heute schon fest – die lange Planung der Langenhorner hat sich gelohnt. Ihr Resümee: Partnerschaft braucht Gesichter, braucht Begegnung. (fjk)
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