Hasloh verliert die eigene Buslinie

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Nahverkehrsplaner Claudius Mozer gab die Empfehlung ab Foto: Fuchs

Linie 295 aus Norderstedt verkehrt wieder vom Herold-Center über Bönningstedt nach Pinneberg

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt/Hasloh/Bönningstedt
Die Buslinie 295, die in der Hauptverkehrszeit halbstündlich zwischen dem Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) am Herold-Center in Norderstedt in Richtung Pinneberg verkehrt, wird nicht wieder über die kleine Gemeinde Hasloh geleitet. Das entschied der zuständige Verkehrsausschuss nach Empfehlung des Nahverkehrsplaners Claudius Mozer von der Südwestholstein Verkehrsservicegesellschaft (SVG) in Norderstedt.So kam Norderstedts Nachbargemeinde Hasloh wegen der A7-Brückensperrung in Bönning-stedt über sieben Monate lang in den vorübergehenden Genuss der umgeleiteten Buslinie 295. Seit die Brücke in Bönningstedt nun wieder frei ist, verkehrt die Linie wieder auf ihrer ursprünglichen Route von Garstedt über Bönningstedt, Ellerbek und Rellingen zum Bahnhof Pinneberg. Sie gehöre mit jährlich 470.000 Fahrgästen zu den am meisten genutzten Buslinien in der Region, erläuterte Mozer. 26-mal fährt die Linie von 5.44 Uhr bis 22.54 Uhr ab dem Abfahrtsort Garstedt innerhalb von 30 Minuten zum Bahnhof in der Stadt Pinneberg.Dies sollte auch in Zukunft so bleiben, empfahl Mozer, da die Fahrgäste naturgemäß immer den direkten Weg zum Fahrziel wünschten. „Buslinien sind nur attraktiv, wenn sie den kürzesten Weg zum Ziel nutzen.“ So habe die Linie 295 während der Brückensperrung etwa 40 Prozent ihrer bisherigen Fahrgäste verloren, aber in Hasloh nur etwa die Hälfte davon zurückgewonnen, rechnte der Verkehrsexperte vor. Zudem befinde sich die Gemeinde Hasloh zwischen zwei AKN-Bahnhöfen in Quickborn und Bönningstedt, die direkt an den Busverkehr angeschlossen sind.

Hasloh fordert eine Alternative

Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund forderte nun eine mögliche Alternative für seine Gemeinde. „Ich möchte wissen, was geht und nicht immer nur hören, was nicht geht?“, bat er den Verkehrsausschuss eindringlich. Der hatte schließlich ein Einsehen und beauftragte Nahverkehrsplaner Mozer, eine andere Möglichkeit für eine Busverbindung Haslohs zu entwickeln. Die Vorgabe dabei allerdings: Es soll keine eigene zusätzliche Buslinie darstellen.
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