Hauptamtlicher Bürgermeister für Ellerau?

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Regina Stöver will die erste hauptamtliche Bürgermeisterin seit 2006 werden Foto: bf

Kosten sind kaum absehbar. SPD übt Kritik an Plänen

Von Burkhard Fuchs
Ellerau/Norderstedt
Die Gemeinde Ellerau will im nächsten Jahr von den Bürgern wieder einen hauptamtlichen Bürgermeister wählen lassen. Angedacht ist, dies gleichzeitig mit der Landtagswahl am 7. Mai stattfinden zu lassen. Der Gemeinderat hielt jetzt an seinem Beschluss vom März dieses Jahres fest, nach rund zehn Jahren ehrenamtlicher Übernahme dieser Aufgabe, für diese Stelle von 2017 an wieder 105.000 Euro im nächsten Haushalt einzustellen, da sie mit A15 besoldet werden soll.
Die SPD wollte dieses Vorhaben, das sie anfangs mit unterstützt hatte, wieder kippen. Doch eine Mehrheit der Fraktionen von BVE, AE und BEK lehnte es ab, dass die 6.100 Einwohner zählende Gemeinde weiterhin nur ehrenamtlich geleitet wird. Welche Auswirkungen das allerdings auf den Vertrag mit Norderstedt hat, die Ellerau seit 2007 verwaltet, ist weiterhin ungeklärt. Den genauen Wahltermin soll jetzt ein noch zu wählender Gemeindewahlausschuss bis Ende des Jahres festlegen. „Am liebsten wäre uns der 7. Mai zusammen mit der Landtagswahl“, sagt BVE-Gemeindevertreterin Regina Stöver, die selbst Ambitionen auf dieses Amt hat, wie sie verrät. Die SPD hält es für einen Fehler. Außer den jährlichen Personalkosten müsste sich die Gemeinde auf Pensionsrückstellungen von bis zu 200.000 Euro einstellen, rechnet Bürgermeister Eckart Urban (SPD) vor. Mit der Stadt Norderstedt habe es bislang noch keinerlei Gespräche gegeben. (bf)
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