Hochzeit im Krankenhaus

Anzeige
Das frisch gebackene Ehepaar Pedersen: Marcus Czusz hat den Namen seiner Frau angenommen – mit Söhnchen Jason in der Asklepios Klinik Nord – Heidberg Foto: Asklepios

Langenhorner Paar schloss in der Asklepios Klinik Heidberg den Bund fürs Leben

Langenhorn Ganz in Weiß mit einem Blumenstrauß sagte Lissy Pedersen am vergangenen Mittwoch „Ja“ zu Marcus Czusz (33 Jahre). Dass sie in der Asklepios Klinik Nord – Heidberg heiraten würden, hätten die beiden sicherlich nicht gedacht, als sie im September vergangenen Jahres das Aufgebot bestellten. Doch sich von einer Krankheit einen Strich durch die Rechnung machen lassen? Das kam für das Paar aus Langenhorn nicht in Frage.

Erschütternde Diagnose


Vor fast zehn Jahren hatten sich Lissy Pedersen und Marcus Czusz im Internet kennengelernt – es war Liebe auf den ersten Klick. 2012 erhielt Lissy dann die erschütternde Diagnose: Multiple Sklerose, kurz MS. Die Krankheit verläuft schubweise und ist bis heute nicht heilbar. Bei Lissy Pedersen schlug die MS wieder während ihrer ersten Schwangerschaft zu. Seit Mitte Mai liegt die junge Mutter auf der Station für neurologische Frührehabilitation, ihr zu früh geborener Sohn wird in der Neonatologie im Heidberg umsorgt. Als sich abzeichnete, dass der Klinikaufenthalt länger dauern würde, organisierte die Schwiegermutter kurzerhand eine Hochzeit in der Klinik. Das Standesamt zeigte zum Glück gleich Verständnis für die besonderen Umstände, sodass der Trauung nichts mehr im Weg stand.

„Das ist eine absolute Premiere bei uns.“ Prof. Dr. Günter Seidel Chefarzt der Heidberger Neurologie

Voller Vorfreude wartete Markus Czusz im liebevoll geschmückten Aufenthaltsraum der Station auf seine Braut. Da das Anziehen eines Brautkleides selbst für jemanden ohne Handicap nicht einfach ist, hatte sie in den letzten Wochen fleißig mit Therapeuten und Pflegekräften an ihrer Beweglichkeit gearbeitet.
Und die Mühe hat sich gelohnt. Ganz in klassischem Weiß gab Lissy Pedersen Marcus Czusz im Beisein von Familie und Freunden das Eheversprechen. Professor Dr. Günter Seidel gratulierte im Namen des Stationsteams. „Das ist eine absolute Premiere bei uns“, so der Chefarzt der Heidberger Neurologie. „Wir wünschen den Frischvermählten für die Zukunft alles Gute.“ Einer ihrer größten Wünsche wird sich schon in wenigen Wochen erfüllen. Dann darf Lissy Pedersen endlich nach Hause zurückkehren. (wb)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige