Langenhorner „Baui“ feiert große Sause

Wann? 09.09.2017

Wo? Tweeltenmoor 11, Tweeltenmoor 11, 22417 Hamburg DE
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Georg Abschlag (re. mit grünem Shirt) das „Baui“-Team und Kinder, die wie schon die Kinder vor 45 Jahren auf den „Baui“ am Tweeltenmoor nicht verzichten möchten Foto: Krause
 
Clownin ‚Nika‘ – ISUF-Vorstandsmitglied Annika Corleis auf ihrem Bauspielplatz Foto: Krause
Hamburg: Tweeltenmoor 11 |

Am 9. September werden 45 Jahre Bauspielplatz Tweeltenmoor gefeiert. Prinzip von Fördern und Fordern hat sich bewährt

Von Franz-Josef Krause
Langenhorn
Es ist noch nicht lange her, da war die „freie Jugendhilfe“ für den Hamburger Senat ein Auslaufmodell. Die ganztägige Bildung und Betreuung an Schulen (GBS) ist ein guter Ersatz. Doch alles kann die GBS nicht abfangen. Ohne die Möglichkeiten, wie sie zum Beispiel der Bauspielplatz Tweeltenmoor bietet, hatte die GBS einige Probleme. Kindern im Wortsinn Freiraum zu bieten, war vor 45 Jahren das Ziel junger Eltern rund um die Siedlung Holitzberg. Der damals gegründete Verein ISUF e.V. ist bis heute der Träger des größten Bauspielplatzes in Norden Hamburgs.

Tiergestützte Pädagogik

Mit seiner tiergestützten Pädagogik ist er auch heute noch ein wichtiger Anlaufpunkt für Kinder des Stadtteils und durch die Kooperation mit Schulen auch fester Bestandteil deren GBS. Getragen wird der „Baui“ aus Vereinsmitteln und ganz wesentlich durch Zuwendungen der Stadt Hamburg und der Siemersstiftung. Doch nicht nur die Mittel müssen vorhanden sein. Entscheidend, ob Kinder ein Angebot wie einen Bauspielplatz annehmen, ist der Faktor Mensch. Das Team um Georg Abschlag, der weit über ein Jahrzehnt den „Baui“ leitet, achtet jedes Kind als Persönlichkeit und nicht als Erziehungsobjekt oder Arbeitsplatzgarant. An diesem Ort ist der Begriff vom Fördern und Fordern – und zwar genau in dieser Reihenfolge – angebracht. In diesem Prozess des aneinander Wachsens spielen die Tiere des Bauspielplatzes eine entscheidende Rolle. Die Esel, Ponys, Ziegen, Hühner und Hasen. Ohne jeden pädagogischen Zeigefinger wird deutlich: so ein Pony, das kann man nicht einfach als Reittier benutzen – so ein kleines Pferd benötigt einen sauberen Stall, gestriegeltes Fell, gepflegte Hufe, Futter und Zuneigung.

Große Feier am 9. September

Mit anderen Worten: hier gilt es Verantwortung zu übernehmen. Nicht nur für die Tiere, sondern auch für andere Kinder, die noch nicht so vertraut mit den Tieren sind. Das Team vom „Baui“ gibt Hilfestellung und Denkanstöße. Wenn es sein muss, auch klare Vorgaben. In diesem vertrauensvollem Klima wird gespielt, gekocht, werden besonders in den Schulferien auch Tagesausflüge gemacht. Nun ist Geburtstag angesagt. Am Sonnabend, 9. September, von 13 bis 17 Uhr, ist jedermann eingeladen, bei der Geburtstagsparty mit dabei zu sein. Ein buntes Programm mit Spielständen, Kletterturm sowie Imbiss- und Getränkestände erwarten die Besucher. Annika Corleis, selbst einige Jahre Teil des „Baui“-Teams und heute Vorstandsmitglied im Trägerverein, kehrt als Clownin ‚Nika‘ zum Tweeltenmoor zurück. Und wem das noch nicht reicht – ein Zauberer wird seinen Stab schwingen und für gutes Wetter und zumindest gute Laune sorgen. Selbst die Ponys lassen sich nicht lumpen und bieten ein paar Extrarunden an. Es lohnt sich auf jeden Fall, einfach einmal vorbei zu kommen und mitzufeiern.

Weitere Infos: Bauspielplatz Tweeltenmoor
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