Mehr Wehr am Airport

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So soll das erweiteret Airport-Feuerwehrgelände aussehen. Visualisierung: Gössler Kinz Kerber Kreienbaum Architekten BDA (Foto: Visualisierung: Gössler Kinz Kerber Kreienbaum Architekten BDA)

Vier neue Fahrzeugstellplätze für Flughafen-Feuerwehr. Anbau kostet 7,5 Mio. Euro

Fuhlsbüttel Am Montag, 18. Mai, haben die Bauarbeiten zur Erweiterung der Flughafenfeuerwehr begonnen. Geplant ist ein Anbau auf einer Grundfläche von 700 Quadratmetern mit vier neuen Fahrzeugstellplätzen, einer modernen Einsatzleitstelle sowie verschiedenen Aufenthaltsräumen und Werkstätten. Darüber hinaus wird es zahlreiche andere Erweiterungen geben. Dazu zählt auch eine Anlage, auf der – wie vorgeschrieben –die Löschschaum-Ausstoßrate aus den Fahrzeugen getestet werden kann. Außerdem wird eine Brandsimulationsanlage für realitätsnahe Übungen beschafft. „Aber auch unsere bestehende Wache wird noch moderner, um den gewachsenen Anforderungen gerecht zu werden“, berichtet der Leiter der Flughafenfeuerwehr, Thomas Barke. Der Kostenaufwand für die Baumaßnahmen liegt bei rund 7,5 Millionen Euro.

Neue Vorschriften: Erweiterung notwendig

„In den vergangenen Jahren hat sich im täglichen Betrieb vieles verändert“, erläutert Thomas Barke. „Nicht nur der Verkehr hat zugenommen, sondern auch diverse neue Vorschriften haben dazu beigetragen, dass jetzt erweitert oder umgebaut werden muss.“ Die neuen Hallen werden Platz für die künftige Fahrzeuggeneration bieten. Eine der schon bisher vorhandenen Fahrzeughallen soll unterdessen zur Desinfektion der Rettungswagen genutzt werden. Dies geschieht im gewöhnlichen Betrieb in regelmäßigen Zeitabständen sowie nach besonderen Einsätzen – zum Beispiel nach dem Transport von Infektionspatienten. Weiterhin sollen die Einrichtungen zur Wartung der Feuerlöscher modernisiert, der sogenannte „Schwarzbereich“ für die Lagerung der Einsatzbekleidung vergrößert und die für die Feuerwehr typischen Rutschstangen optimiert werden. Sie dienen dazu, dass die Einsatzkräfte sekundenschnell von ihren Aufenthaltsräumen zu den Fahrzeugen gelangen können.

Sicherheit hat höchste Priorität

„Die Sicherheit und die dafür erforderliche Ausstattung hat für uns immer höchste Priorität“, betont Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung von Hamburg Airport. „Deshalb freue ich mich ganz besonders, dass wir mit den Baumaßnahmen dazu beitragen können, unserer schlagkräftigen Feuerwehr optimale Bedingungen für ihr umfangreiches Arbeitsspektrum zu bieten.“

Mehr Fluggäste - mehr Einsätze

Mit steigenden Fluggastzahlen haben auch die Einsätze zugenommen. „Im vergangenen Jahr wurden wir 1990-mal alarmiert. Dazu gehörten rund 850 Rettungswagen-Einsätze. Häufig galt es auch, ausgelaufenen Treibstoff zu beseitigen und umweltgerecht zu entsorgen oder zu Brandmelder-Alarmierungen auszurücken“, sagt Thomas Barke. „Man darf nicht vergessen – ein Flughafen ist so etwas wie eine kleine Stadt.“

Fertigstellung: Januar 2017

Sämtliche Bauarbeiten werden unter laufendem Betrieb stattfinden. Mitte kommenden Jahres soll der neue Anbau fertiggestellt sein und anschließend die moderne Leitstelle in einen Probebetrieb gehen. Für Januar 2017 ist der Abschluss aller Arbeiten vorgesehen. (wb)
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