Neubau eingeweiht

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Bürgermeister Olaf Scholz ist der erste Besucher, der sich hier zur Freude von Petra Herz in das Gästebuch der Stiftung eintrug Fotos: Krause

Bürgermeister Ehrengast bei Joachim-Herz-Stiftung

Hamburg. Vor rund zwei Jahren war Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz mit dabei, als der Grundstein für den zweifelsfrei interessantesten Neubau Langenhorns gelegt wurde. Nun war er wieder im Stadtteil, als die Joachim-Herz-Stiftung mit einem Festakt ihr neues Stiftungsgebäude in Hamburg einweihte.

Röstturm im Zentrum

Nach zweieinhalbjähriger Planungs- und Bauzeit ist an der Langenhorner Chaussee ein Verwaltungs- und Kommunikationsgebäude entstanden, das als Mittelpunkt den nach 1953 von der Kaffeerösterei Pabel & Co errichteten historischen Röstturm umschließt.
„Pedro Kaffee – mit diesem Hut ist Kaffee gut“ lautetet der Werbespruch. Daran erinnerte Petra Herz, Vorstandsvorsitzende der Joachim-Herz-Stiftung, an die Anfänge der Kaffeeveredlung in Langenhorn. 1968 stieg Tchibo bei Pabel & Co ein. Tchibo-Miterbe Joachim Herz führte vom Büro auf dem Dach des Turmes aus seine Geschäfte. Ihm zur Seite stand seit 1984 als Ehefrau Petra Herz, mit der er gemeinsam die Idee einer Stiftung entwickelte. Zweck sollte die Förderung von Bildung, Wissenschaft und Forschung in den Naturwissenschaften sowie die Persönlichkeitsbildung von Jugendlichen und Erwachsenen sein. Im Mai 2008 verunglückte Herz in den USA tödlich. Nur wenige Wochen später wurde die Stiftung gegründet.
Mit einem Stiftungsvermögen von mehr als 1,3 Milliarden Euro zählt sie zu den zehn größten Stiftungen in Deutschland. „Wir alle wissen: Man braucht eine Basis, ein Fundament, um Neues zu entdecken und auf andere zuzugehen. Deshalb begreifen wir die heutige Einweihung auch als Startschuss für neue Aufbrüche“ erklärte Petra Herz.

Im Stadtteil aktiv

Von Hamburg aus agiert die Stiftung grenzüberschreitend. Olaf Scholz hob das in seiner Ansprache ausdrücklich hervor „Dass sich die Joachim Herz Stiftung bewusst für den Standort Hamburg entschieden hat, freut uns sehr. Wobei wir auch wissen, dass sie sich ausdrücklich nicht als Stiftung mit Hamburger Bezug versteht, sondern einen deutschlandweiten und internationalen Fokus hat. Das begrüßen wir sehr und sehen gleichzeitig, dass die Stiftung trotzdem eine besondere Verpflichtung gegenüber der Stadt spürt. Dafür sprechen zahlreiche Hamburger Aktivitäten“, so Scholz.
Sehr gefreut haben dürfte es auch etliche Langenhorner unter den Festgästen, dass der Bürgermeister den Stadtteil Langenhorn mit seinen 42.000 Einwohnern ausdrücklich als „vielfältig und lebendig“ bezeichnete. Die heute schon 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Joachim-Herz-Stiftung tragen von ihrem neuen Domizil „mitten in Langenhorn“ zu der von Scholz zitierten Lebendigkeit mit bei. (fjk)
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