Orientierung für Geflüchtete

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Präsentierten das Gemeinschaftswerk: Andrea Rugbarth und Richard Ebert Foto: Haas

Der Bürger- und Heimatverein legt Langenhorner Refugee Guide vor

Langenhorn Der Langenhorner Bürger- und Heimatverein hatte am vergangenen Freitag eingeladen ins Bürgerhaus: Der Verein präsentierte den ersten „Langenhorner Refugee Guide“. Der 84 Seiten starke Leitfaden für Flüchtlinge enthält wesentliche Informationen in fünf Sprachen darüber, nach welchen Regeln das Zusammenleben in Deutschland funktioniert. Ebenso erläutert er für Neuankömmlinge übliche Sitten und Gewohnheiten im deutschen Alltag.
„Während sich die Politik noch mit Anträgen für solch einen Leitfaden beschäftigt, haben wir gehandelt“, erklärte Andrea Rugbarth, zweite Vereinsvorsitzende. Selbst das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge biete bislang keine derartige Orientierungshilfe an. Was gelingende Integration betreffe, habe sich die Politik schon seit Jahren nicht eben hervorgetan. Dafür sei sehr viel mehr zu tun, als für Wohnen und Essen zu sorgen. „Geflüchtete dürfen in ihrer Notsituation unsere Hilfe erwarten. So wie wir erwarten dürfen, dass sie die Normen unseres Zusammenlebens respektieren. Das funktioniert aber nur, wenn wir ihnen unsere Regeln zunächst in ihrer Sprache nahe bringen“, so Andrea Rugbarth weiter. Dass dies mit dem Guide einfühlsam geschehe, habe nicht nur die Organisation „Pro Asyl“ bestätigt. Auch Probeleser aus den Flüchtlingsunterkünften hätten die Informationen des Guides ausdrücklich begrüßt. Der Leitfaden entstand in enger Zusammenarbeit mit sprachgewandten Zuwanderern und Studierenden, die auf Arabisch, Farsi und Tigrinya übersetzten. Richard Ebert, der die Langenhorner Rundschau verlegt, hatte keine Mühen gescheut, um die Typographien der nicht-lateinischen Schriften im Drucksatz zu integrieren. Bereits seit den Anfängen der Unterkünfte im Jugendpark ist er eng vertraut mit den ehrenamtlich tätigen Intitiativen. Die Version auf Deutsch in dem Leitfaden sei doppelt wichtig. „Denn auch unter uns gibt es noch Menschen mit großem Nachholbedarf in punkto Integration, selbst wenn sie fließend Deutsch sprechen“, sagt Ebert mit einem Augenzwinkern. Die Herausgabe des Langenhorner Refugee Guide ermöglichten Sponsoren aus fünf Unternehmen. „Mit unserer Unterstützung möchten wir ein Zeichen setzen: für die Integration im Stadtteil und dafür, dass sich auch Unternehmen für Schwächere stark machen können“, erklärte Manfred Czub vom Hamburg Airport. Der „Refugee Guide“ wird ab sofort über die Runden Tische und direkt in den Flüchtlingsunterkünften verteilt. (wh)

Weitere Infos: Langenhorner Bürger- und Heimatverein
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