Sie helfen Flüchtlingen

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Suchen Unterstützung für Flüchtlinge aus Eritrea: Nisihiti Tewolde (l.) und Abraham Tsegaye Foto: Haas

Eritreer flohen selbst vor 30 Jahren – jetzt unterstützen sie Neuankömmlinge

Langenhorn Auch sie waren auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in Eritrea – vor 30 Jahren. Jetzt leben Nisihiti Tewolde und Abraham Tsegaye in Eppendorf. Die ausgebildete Erzieherin arbeitet in Teilzeit mit minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen in Alsterdorf, ihr Mann hat sich beruflich etabliert als Informatiker.
„Die jungen Menschen sind traumatisiert. Und sie mussten auf der Flucht viel größere Probleme durchmachen als wir damals“, weiß Nisihiti. Nachdem sie mit Eritreern an der U-Bahnstation Langenhorn Markt ins Gespräch kam, bot sie spontan ihre Unterstützung an. So erleichtern ihre guten Deutschkenntnisse die Verständigung etwa beim Arztbesuch. Denn es herrscht großer Mangel an eritreisch sprechenden Übersetzern. Doch der ungeheure Bedarf an Unterstützung übersteige ihre Kräfte, „das macht mir richtig Bauschmerzen.“
Mit ihrem Mann und mit Prof. Udo Reifner gründete sie deshalb zunächst eine „Privatinitiative“: Vordringlich sei die schnelle Einrichtung von Deutschkursen, dafür sucht das befreundete Trio nach geeigneten Räumen. Ebenso für ein Musikangebot, das für traumatisierte Menschen hilfreich wirken könnte.
Wer Tipps für Räume hat oder die Privatinitiative sonst unterstützen möchte, kann per Mail Kontakt aufnehmen unter: ntewolde2@web.de. (wh)
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