Sozial- und Diakoniestation Langenhorn verleiht Sozialpreis 2015

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Freuen sich über die Auszeichnung und das Preisgeld: Ines Steinwandel, Janine Temming und Christiane Jochims von „Autismus Hamburg e.V.“ sowie Laudator Propst Dr. Johann Hinrich Claussen und Rüdiger von Brocke von der Sozial- und Diakoniestation Langenhorn (v.l.) Foto: Krause

Preis ehrt Arbeit für Menschen mit Autismus-Störungen in Hamburg

Von Franz-Josef Krause
Langenhorn
Wenn die Sozial- und Diakoniestation Langenhorn jährlich zum Jahresempfang einlädt und in diesem Rahmen ihren Sozialpreis verleiht, dann ist das auch Anlass für Rückblicke. Rüdiger von Brocke, Geschäftsführer der Station, gönnte sich einen Blick weit zurück. „Es macht mir Freude, Pessimisten zu enttäuschen, denn als vor 25 Jahren die Sozial- und Diakoniestation Langenhorn aus der Taufe gehoben wurde, prognostizierten viele ‚Kenner‘ ihr nur ein sehr kurzes Leben“, führte er mit sichtlichem Vergnügen aus. Inzwischen sei sie mit ihrem breiten Angebot für viele Langenhorner unverzichtbar. Weit über den Langenhorner Tellerrand blickt ihre Jury, wenn es darum geht, den Sozialpreis der Station zu vergeben. So unterschiedlich die in der Vergangenheit ausgezeichneten Preisträger auch sind – eines verbindet sie alle: das Preisgeld wird jeweils dringend benötigt. Für 2015 ging der Preis an „Autismus Hamburg e.V.“ Das Thema Autismus wurde durch den Film „Rain Man“ in die breite Öffentlichkeit getragen. Nicht aber der Film, sondern die eigenen Kinder und ihre besondere Lebenssituation veranlasste Hamburger Eltern 2008 „Autismus Hamburg e.V.“ zu gründen. Ziel ist, die Lebenssituation betroffener Kinder sowie deren Eltern zu verbessern. „Es ist davon auszugehen, dass etwa jedes einhundertste Kind mit Autismus-Spektrum-Störungen zur Welt kommt“, so Christiane Jochims, die stellvertretende Vereinsvorsitzende in ihrer Dankesrede. „Die Störungen sind nicht heilbar, doch bei rechtzeitiger Diagnose kann gezielt Hilfestellung gegeben werden.“ Beginnend mit Beratung, erstreckt sich das Angebot bis hin zu Freizeiten für Jugendliche. Die Jury der Diakoniestation Langenhorn e.V. ehrte die engagierte Arbeit des jungen Vereins mit der Vergabe des mit 3.000 Euro dotierten Sozialpreises. In diesem Jahr stammen davon erstmalig 2.500 Euro von einem anonymen Spender. Mit diesem Geld sollen nun gezielt Freizeitangebote für Jugendliche gefördert werden. In seiner wohl letzten Rede als Propst des Kirchenkreises Hamburg Ost stellte Dr. Johann Hinrich Claussen die ehrenamtliche und gleichzeitig professionelle Arbeit des Vereins vor. Er betonte dabei, wie wichtig es in einer Zeit sei, in der die Flüchtlingsproblematik fast alles andere überlagert, auch andere Aufgabenfelder in den Fokus zu nehmen.

Weitere Infos: www.autismushamburg.de
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