Teure Schutzmaßnahmen für Garten-Hühner

Anzeige
Schon fast so etwas wie Familienmitglieder: Jörg Timm mit seinen „Vorwerk-Hühner.“ Er ist sicher, sie gut vor der Vogelgrippe geschützt zu haben Foto: Krause

So verhalten sich Langenhorner Geflügelhalter in Zeiten der Vogelgrippe

Langenhorn Gaby und Jörg Timm gehören zu den wenigen Langenhornern, die noch selbst Hühner und Enten halten. Sie wissen, welche Maßnahmen in Zeiten der Vogelgrippe getroffen werden müssen. Gleich zwei Briefe der Behörde erreichten in diesen Tagen die Familie Timm. Ein ganzes Bündel von Schutzmaßnahmen gegen die sich derzeit ausbreitende Geflügelpest ist auch von Hobby-Geflügelhaltern einzuhalten. Unter anderem ist die Voliere von oben abzudecken. Seitlich muss verhindert werden, dass Wildvögel eindringen. Aufwändige Desinfektionsvorkehrungen sind zu treffen. „Das hat für fünf Hühner und drei Enten gut 100 Euro gekostet – vom Zeitaufwand ganz zu schweigen. Dafür sind wir sicher, für unsere Tiere alles getan zu haben, damit sie, wenn der Spuk in spätestens vier Monaten wieder vorbei ist, immer noch gesund sind“, freuen sich die Timms.

Eier der Garten-Hühner schmecken besser


Wer sich heute in Hamburg Geflügel zulegt, muss das der Behörde anzeigen. Genehmigungspflichtig ist das Huhn im eigenen Garten aber grundsätzlich nicht. Waren es früher wirtschaftliche Gründe, Nutztiere zu halten, spielt das nun keine Rolle mehr. „Ich komme aus dem Allgäu und bevor meine Eltern den Hof ganz auf Grünland umgestellt haben, gehörten Hühner selbstverständlich mit dazu. An die Tradition haben wir angeknüpft, als wir vor gut vier Jahren die ersten Küken kauften“, schildert Gaby Timm ihre Motivation. Einige davon hat sich der Hühnerhabicht schmecken lassen – den Hahn die Familie Timm. „Den Hahn haben wir schon vor Jahren geschlachtet“, erzählt Jörg Timm, „dessen morgendliches Krähen wollten wir unseren Nachbarn dann doch nicht täglich zumuten!“ Nun haben die Timms ‚Vorwerk-Hühner‘, eine vom Aussterben bedrohte Rasse, die erstmalig um 1900 in Ottensen gezüchtet wurde. „Billig sind sie nicht. 16 Euro haben wir für jedes Tier bezahlt.“ Billig ist es auch nicht, eine großzügige Voliere zu bauen und die Tiere mit hochwertigem Futter zu versorgen. „Nicht nur, dass uns die Eier besser schmecken und garantiert frisch sind“, so Gaby Timm, „wir wissen, wie die Tiere leben und was sie fressen, das ist uns die Sache wert!“ (fjk)

Lesen Sie auch: Hamburgs Wappentiere im Schutzzelt


Lesen Sie auch: Hunde anleinen wegen Vogelgrippe?

Lesen Sie auch: Vogelgrippe erreicht Hamburg
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige