Wohnungen statt Amtsstuben

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Bei der Grundsteinlegung 1955 der Stolz der Verwaltung. Jetzt weicht es dem Wohnungsbau Foto: fjk
Hamburg: Langenhorner Markt 7 |

Ein launiger Abschied vom Ortsamt Fuhlsbüttel

Fuhlsbüttel Es hat mit 62 Jahren noch nicht einmal das Rentenalter erreicht – das in mehreren Teilabschnitten ab 1955 errichtete Ortsamt in Fuhlsbüttel. Doch im März wird es schon Vergangenheit sein. Dann sollen an dieser Stelle Sozialwohnungen entstehen. Bei der Abriss-Party, zu der der Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel eingeladen hatte, lag schwermütige Heiterkeit in der Luft. Bis zu 200 Mitarbeiter taten hier einst ihren Dienst. Es wurden Ehen geschlossen, Geburten angezeigt und Todesfälle gemeldet. In seiner launigen Rede erinnerte Bezirksamtsleiter Harald Rösler, selbst fünf Jahre Chef in Fuhlsbüttel, an seine Vorgänger und Nachfolger.

Mosaik gerettet

Nicht alles aus Fuhlsbüttel wird in Schutt und Asche versinken. Denn das gute und faire Miteinander „der Menschen jenseits und diesseits des Schalters“, wie Harald Rösler Kurt Tucholsky zitierte, „wird auch in die neuen Standorte mitziehen“. Das Mosaik des Hamburger Künstlers Tom Hops ist schon in Langenhorn angekommen und Blickfang im neuen Sitzungssaal des Regionalausschusses (das Wochenblatt berichtete). Der von der Willi Bredel-Gesellschaft 2001 gerettete eichene Sturzbalken des 1762 errichteten Fachwerkhauses Alsterkrugchaussee 459, hat einen neuen Platz im Fliederweg 9b gefunden und bleibt so der Öffentlichkeit erhalten. Eine Besonderheit zeichnete die Abriss-Party aus: Die Gäste waren ganz konkret von den Abgeordneten und deren Stellvertretern eingeladen worden. Die hatten ihre Sitzungsgelder fraktionsübergreifend für das kleine Fest mit Pizza und Getränken zusammengelegt. Der Steuerzahler hat also keinen Cent dazugezahlt. (fjk)

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