„Sanfte Kunst“: Bronze für Melina Tittel

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Melina Tittel auf dem Langenhorner Markt in Kampfposition Foto: Haas

18-jährige Langenhornerin gewinnt Medaille bei der Ju-Jutsu-Junior-WM in Madrid

Langenhorn Schon am ersten Tag war sie erfolgreich, hart genug hatte die Langenhorner Schülerin dafür jahrelang trainiert. Beim Junior World Ju-Jutsu Championship U21 in Madrid errang Melina Tittel am 18. März für die deutsche Mannschaft eine Bronzemedaille. „Ich bin sehr glücklich und stolz darüber“, freut sich die 18-Jährige. Schon zweimal war sie zuvor bei Junior-Meisterschaften angetreten. Bei der WM in Athen und bei der EM in Schweden hatte sie die Kämpfe um Platz drei knapp verloren. Wie sie zum Ju-Jutsu kam? „Mein Vater schlug mir vor, dass ich zu meiner Selbstverteidigung Ju-Jutsu lernen könne.“ Die damals Zehnjährige will, trainiert beim Sportclub Alstertal-Langenhorn (SCALA) – und fängt Feuer, zunächst im Breitensport. Bis ihr Langenhorner Trainer Olaf Bertram ihr ein leistungsbezogenes Kadertraining vermittelt. Nach dem Wechsel in den Ju-Jutsu-Leistungssport beim TuS Finkenwerder fährt sie zum Training drei Mal wöchentlich über die Elbe. 2012 nimmt sie gleich an drei wichtigen Kämpfen teil, erringt jeweils einen dritten Platz bei den Hamburger und bei den norddeutschen Meisterschaften. Noch im selben Jahr folgt ein zweiter Platz bei den internationalen German open. Danach wird sie in den Ju-Jutsu-Bundeskader und in die Nationalmannschaft aufgenommen. Seit 2013 ist sie nun durchgehend Hamburger Meisterin, seit 2015 amtierende deutsche Vize-Meisterin.
Ihr Boxer-Hund Artus hilft beim Ausdauer-Training. „Er zieht mich mit beim Laufen“, erklärt die Schülerin, die sich – ganz nebenbei – auf das Abitur vorbereitet. Ju-Jutsu ist die „sanfte Kunst“, flexibel und vielseitig auf Angriffe zu reagieren. In dem aus Judo, Aikido und Karate kombinierten Sport geht es jedoch mitunter hart zur Sache: „Auch ich wurde schon einmal beim Kontern eines Wurfs verletzt“, sagt Melina gelassen. Für sie bleibt Ju-Jutsu ein Sport, noch nie musste sie sich privat verteidigen. Sollte es darauf ankommen, wäre

sie aber bereit. Bald heißt es wieder „ha jime“ – der Kampf geht los: Die norddeutsche Meisterschaft am 30. April ist wichtig, um sich für die deutsche Meisterschaft im Juni zu qualifizieren. (wh)
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